Der Druck liegt beim LASK
LINZ. Nach 26 Jahren findet morgen wieder ein Linzer Derby in der Bundesliga statt. Die Favoritenrolle liegt klar beim LASK. Ankick in der Raiffeisen Arena ist um 19.30 Uhr.

Nur ein (glücklicher) Punkt aus den ersten zwei Spielen. Der Saisonauftakt der LASK verlief nicht nach Wunsch. Die Linzer konnten dabei vor allem spielerisch nicht überzeugen. Nun steht die Mannschaft von Trainer Thomas Sageder im Derby gegen den Lokalrivalen massiv unter Druck. „Blau-Weiß Linz hat nichts zu verlieren. Sie können befreit aufspielen. Für den LASK wäre eine Niederlage eine Blamage“, sagt Tino Wawra, Ex-Sportchef des Underdogs. Der nunmehrige Sportdirektor von St. Pölten traut seinen ehemaligen Schützlingen durchaus eine Überraschung zu. „Die Jungs haben in der Schlussphase gegen Hartberg (das Spiel endete 3:3) gezeigt, dass sie in der Bundesliga mithalten können. Ich traue ihnen durchaus eine Überraschung zu.“
Nummer eins
Für LASK-Coach Thomas Sageder kann es nur einen Sieger geben. „Wir sind der LASK und wollen allen zeigen wer die Nummer eins in der Stadt ist.“ Unterschätzen werden die LASKler den Nachbarn nicht. „Sie haben durchaus einige Spieler mit einer hohen Qualität. Vor allem in der Offensive. Es wird sicher keine einfache Aufgabe.“ Groß ist die Vorfreude auf das Derby bei Sascha Horvat, Offensivspieler des LASK. „Derbies sind besondere Spiele. Unsere Jungs freuen sich schon sehr auf die Begegnung. Wir sind extrem motiviert und werden alles daran setzen das Spiel für uns zu entscheiden.“
Hoffen auf ein Fußballfest
Das Stadtduell ist vor allem für die beiden Fanlager ein besonderes Spiel, denn es geht schließlich um die Vorherrschaft in der Stahlstadt. Trotz aller Rivalität hofft LASK-Präsident Siegmund Gruber auf ein friedliches Fußballfest. „Ich würde es mir sehr wünschen, dass es zu keinen Ausschreitungen kommt. Wir alle hoffen auf ein schönes Fußballfest.“
Die Befürchtungen des LASK-Präsidenten sind nicht aus der Luft gegriffen, denn in den letzten Tagen wurden in der Stadt durch LASK-Anhänger Stoffschlümpfe an Brücken aufgehängt und wurden zum Teil mit einem Fadenkreuz markiert. Die Aktion der LASK-Fans brachte die Anhänger des Aufsteigers auf eine geniale Idee: Diese haben sich entschlossen Stofftiere zu sammeln und diese an bedürftige Familien zu spenden. „Bringt deshalb zum Heimspiel gegen den SK Rapid Wien (gut erhaltene, saubere) Stofftiere mit und gebt diese beim Stadion ab. Wir erledigen den Rest und übergeben diese Sammlung an die Volkshilfe OÖ. Unsere Solidarität mit bedürftigen Kindern und Familien: Stofftiere gehören in Kinderhände, nicht an Brücken“, so das Stahlstadt Kollektiv auf Facebook.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden