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FREISTADT. Bereits zum 39. Mal ging in diesem Jahr die traditionsreiche Jännerrallye über die Bühne. Der Saisonauftakt der Rallye-Staatsmeisterschaft hat von 2. bis 4. Jänner wieder tausende Motorsportfans in das obere Mühlviertel gezogen. Auf insgesamt 18 sehr selektiven Sonderprüfungen kämpften nationale Topsportler und internationale Rallye-Stars um die wichtigsten Punkte im ersten ORM-Lauf des Jahres. Den Sieg sicherte sich erstmals der mehrfache Staatsmeister und Lokalmatador Simon Wagner. 

Sieger Simon Wagner auf der Strecke. (Foto: Harald Illmer)
  1 / 2   Sieger Simon Wagner auf der Strecke. (Foto: Harald Illmer)

Bereits fünf Mal konnte sich der 32-jährige Unterweitersdorfer Simon Wagner in den vergangenen Jahren den Staatsmeistertitel sichern. Nun gewann der Mühlviertler auch die 39. Auflage der Jännerrallye in seinem Heimatbezirk, was seinen sechsten Staatsmeistertitel bedeutet. Mit einem komfortablen Vorsprung von mehr als einer Minute jubelte dieser am Sonntag in Freistadt. Der Sieger der Jahre 2024 und 2025, Michael Lengauer, aus Neumarkt im Mühlkreis, musste sich in diesem Jahr mit Platz zwei begnügen. Rang drei ging an den Norweger Mads Ostberg.

Führung von Beginn an

Gemeinsam mit seiner deutschen Copilotin Hanna Ostlender meisterte Wagner alle 18 Sonderprüfungen mit hoher Konzentration, konstantem Tempo und einem fehlerfreien Auftritt. Ein leistungsstarkes Fahrzeug, ein professionelles Team und auch etwas Glück trugen zum Erfolg bei.

Die Konkurrenz war hochkarätig. Mit dem Esten Romet Jürgenson und dem norwegischen WM-Piloten Mads Østberg standen internationale Spitzenfahrer am Start. Dennoch kristallisierte sich rasch ein Zweikampf zwischen Wagner und dem zweifachen Jännerrallye-Sieger Michael Lengauer aus Neumarkt im Mühlkreis heraus. Wagner übernahm von Beginn an die Führung und gab diese über weite Strecken nicht mehr ab.

Reifenpech

Spannung kam nach der achten Sonderprüfung auf, als Lengauer Wagner in der Sportarena Liebenau acht Sekunden abnehmen konnte. Trotz einer Verkühlung behielt Wagner jedoch die Nerven und rettete einen knappen Vorsprung in den Schlusstag. Dort fiel die Entscheidung bereits auf der ersten Prüfung in St. Oswald.

Ein Reifenschaden bei Lengauer führte zu einem Zeitverlust von rund eineinhalb Minuten. „Die Jännerrallye gewinnt man nur, wenn man fehlerfrei bleibt. Das war ich heuer leider nicht“, so Lengauer im Ziel. 

Wagner fuhr anschließend die Bestzeit und brachte den Vorsprung kontrolliert ins Ziel:

„Ich bin schon so oft drauf angesprochen worden, dass ich diese Rallye noch nicht gewonnen habe. Das hört jetzt endlich auf. Innerlich habe ich immer gewusst, dass ich sie hätte gewinnen können, aber irgendwie ist es sich dann doch nicht ausgegangen. Jeder, der hier schon gewonnen hat, weiß, dass das etwas ganz Spezielles ist. Dass ich nun endlich auch dieses Gefühl genießen kann, ist einfach nur schön und ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben!“

Rang eins und zwei für Lokalmatadoren

Hinter Wagner musste Lengauer seinen zweiten Platz gegen die heranrückenden Mads Østberg und Hermann Neubauer verteidigen, was ihm erfolgreich gelang. Østberg komplettierte schließlich das Podium auf Rang drei.

Auch in den weiteren Klassen gab es starke Leistungen. In der ORM 2 setzte sich der Lokalmatador Martin Rossgatterer durch und gewann vor Petr Kacirek und Günther Knobloch. In der ORM 3 dominierte Titelverteidiger Marcel Neulinger, der zusätzlich auch den Sieg in der ORM Junior holte. Zweiter in der ORM 3 wurde Martin Stenberg vor Nico Neulinger.

Weitere Ergebnisse

In der Historischen Staatsmeisterschaft triumphierte wie im Vorjahr Günther Königseder, während in der TEC7 ORM Trophy für Fahrer über 50 Jahre Martin Fischerlehner den Sieg errang. Den Mühlviertel-Cup, der ausschließlich für Duos aus der Region offen ist, entschieden Martin Rossgatterer und Andreas Thauerböck für sich.


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