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Linz/Bayern. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs hat sich viel verändert in den österreichischen Grenzregionen. Die Grenzen sind offen und das bietet Potenzial um aus dem eigenen Land hinauszublicken.

  1 / 2   Viktor Sigl, Gabriele Lackner-Strauss und der Erste Bürgermeister der Stadt ­Freyung Olaf Heinrich mit Schulleiter Fritz Geispegerer am IFH Straubing
 Besonders seit dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union 2004 wurde viele Gemeinsamkeiten über die Grenzen hinweg aufgebaut. Seit Mitte 2012 vernetzt die Internationale politische Arbeitsgemeinschaft „Europaregion Donau-Moldau“ (EDM) Oberösterreich und Teile Niederösterreichs mit den deutschen und tschechischen Grenzregionen. Landtagspräsident Viktor Sigl, die Obfrau des EU-Ausschusses und der Euregio Bayerischer Wald-Böhmerwald Gabriele Lackner-Strauß und Romana Sadravetz, Leiterin der Geschäftsstelle der EDM in Linz besuchten kürzlich die Mitgliedsregionen Niederbayern und Oberpfalz um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Besichtigt wurde das Gehörloseninstitut in Straubing sowie der Technologiecampus und die Berufschule Cham, Bildungseinrichtungen, die auch für österreichische Studenten und Schüler zugänglich sind. „Wir leben in einer Zeit, wo alles zusammenwächst. Die Regionen haben unterschiedliche Systeme, finden sich aber auf einer gemeinsamen Plattform zusammen. Wir müssen uns in der ländlichen Gegend täglich behaupten. Nur wenn sich die Menschen wohlfühlen, kann die Region wachsen“, erklärt Viktor Sigl. Landrat Franz Löffler aus Cham zeigte wie Wachstum in seiner Region funktioniert: „Noch in den 80er Jahren hatten wir eine Winterarbeitslosigkeit von 40 Prozent. Heute sind wir ein Zuzugslandkreis, vor allem für junge Leute. Der einfache Grund ist, weil wir gute Arbeit haben und es geschafft haben, die Wertigkeit der Arbeit zu steigern. Betriebe setzen heute darauf gute Fachkräfte aus der Region zu haben“. „Wir haben gemeinsame Interessen, wie zum Beispiel der Fachkräfte-Mangel. Wenn diesem in einer Mitgliedsregion gut entgegengewirkt wird und der Ansatz gut ist, kann man diesen auch für unsere Region übernehmen“, resümiert Romana Sadravetz.

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