4 Fragen an... Lorenz Potocnik (NEOS)
LINZ. Am kommenden Sonntag findet per Direktwahl auch die Wahl zum Linzer Bürgermeister statt. Tips bat die sieben Stadtchef-Kandidaten zum Gespräch über ihre Schwerpunkte und Themen für Linz. So auch Lorenz Potocnik (NEOS).

Nach der erfolgten Bürgermeister(wieder)wahl werde ich am ersten Tag im Amt… ...einen Antrag auf Schuldenstopp einreichen. Es gilt ein bereits budgetiertes Minus von 4,4 Mio €/ 2016 zu verhindern. Dafür specken wir im politischen System ab. Allein die Parteienförderung lässt sich halbieren. Aber auch die Stadtwache werde ich streichen. Als zweite Maßnahme werde ich eine professionelle Planung für den Handelshafen und eine echte Stadtentwicklungsabteilung für die Stadt schaffen. Welches Infrastruktur/Stadtplanungs/Verkehrsprojekt hat für Sie in der nächsten Legislaturperiode absoluten Vorrang und warum?Der Linzer Handelshafen. Hier droht die LINZ AG gemeinsam mit der SPÖ irreversiblen Schaden für die Stadt anzurichten. Wir wollen dort Wohnen, Leben und Arbeiten am Wasser. Ein lebendiges Stadtviertel für die wachsende Linzer Bevölkerung. Dort können wir wieder leistbaren Wohnraum schaffen für Junge und Familien, indem wir dort Raum für innovativen und vielfältigen Wohnraum schaffen. Wohnen geht besser.
Am 27. September wird auch eine Volksabstimmung zur Eisenbahnbrücke durchgeführt. Wie soll es mit der Eisenbahnbrücke Ihrer Meinung nach weitergehen und warum sind Sie für eine Sanierung der Brücke bzw. einen Abriss samt Neubau?Wir sind klar für die Zweibrückenlösung. Der Erhalt der Eisenbahnbrücke und Neubau daneben ermöglicht eine durchgehende Verbindung, auch während der Bauarbeiten. Das erspart uns Stau, ermöglicht einen eigenen Donauübergang für Radfahrer und Fußgänger und ist insgesamt günstiger. Auch volkswirtschaftlich. Der Abriss würde drei Jahre Stauchaos bedeuten!Welche Maßnahmen sind besonders wichtig, um den zuletzt stockenden Wirtschafts- und Jobmotor in der Landeshauptstadt Linz weiter am Laufen zu halten?Die großen Hebel wie die Steuerbelastung liegen auf der Bundesebene, aber deswegen kann die Stadtregierung nicht wie im Moment nichts tun. Ein neues Stadtviertel im Hafen würde zum Beispiel tausende Arbeitsplätze bringen. In einem ähnlichen Areal in Stockholm-Hammarby leben heute 20.000 Menschen und 10.000 neue Arbeitsplätze sind entstanden.


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