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LINZ. Den AK-Frauenmonitor gibt es seit zehn Jahren. Die Bilanz zum Jubiläum fällt trotz Fortschritten nicht nur positiv aus.

Sieben von zehn Frauen geben noch immer an, die Hausarbeit alleine oder größtenteils allein zu erledigen. Foto: Wodicka

„Auch wenn wir echte und umfassende Gleichstellung noch nicht erreicht haben: Die Rückschau auf die vergangenen zehn Jahre zeigt, dass schöne Erfolge erzielt werden können“, erklärt AK-Vizepräsidentin Elfriede Schober. Als Beispiele dafür verbucht sie den Mehrarbeitszuschlag für Teilzeitkräfte, die Fortschritte bei der Einkommenstransparenz, die Ausweitung der Frist für die gerichtliche Geltendmachung in Fällen sexueller Belästigung und, vor allem auch, die Erhöhung der Ausgleichszulage in der Pensionsversicherung.

Kinderbetreuung nicht ausreichend

Als negative Punkte verbuchen sie und AK-Präsident Kalliauer die gesunkene Zahl der Vollzeiterwerbstätigen unter den Frauen. „Wenn ich es mir aussuchen kann, ist es super“, so Kalliauer, fügt aber hinzu: „Teilzeit muss ich mir auch leisten können.“ Mit dieser Problematik eng verbunden ist ein weiterer Kritikpunkt: Bei den vollzeittauglichen Kinderbetreuungsplätzen für Unter-Dreijährige rangiert Oberösterreich im Bundesländervergleich mit Abstand auf dem letzten Platz.

Einkommensunterschied relativ hoch

Auch beim Einkommensunterscheid steht Oberösterreich relativ schlecht da: Der Unterschied zwischen Männern und Frauen ist in Oberösterreich der höchste unter allen Bundesländern. Selbst bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung verdient eine Frau in Oberösterreich im Schnitt um 12.770 Euro brutto weniger als ein Mann. „Von einem Mindestlohn würden vor allem unsere weiblichen Mitglieder profitieren“, so Kalliauer.


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