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LINZ. Gerade erst mit der Lehre begonnen und plötzlich heißt es: ab nach Hause! Die Fälle, in denen junge Asylwerber einen negativen Bescheid bekommen, häufen sich. LR Rudi Anschober will dies mit einer neuen Regelung verhindern.

Lehrlinge Hekmatullah Haidari und Asef Salehi, Günther Reindl, Anita Tossmann und LR Rudi Anschober (v.l.) Foto: Land OÖ/Dedl

„Während der Lehrzeit sollte es keine Abschiebungen geben! Einerseits würde die Angst der jungen Menschen wegfallen, andererseits hätten die Asylwerber wenigstens eine Ausbildung, sollte es doch zu einer Abschiebung kommen“, fordert Landesrat Rudi Anschober (Grüne). Während der Lehre lernen die Jugendlichen die Sprache besser und knüpfen wichtige soziale Kontakte. „Für Oberösterreich ist es wichtig, Lehrlinge in Mangelberufen zu haben. Mit den Asylwerbern verfügen wir über Ressourcen, die genutzt werden müssen“, so Anschober.

Negativbescheide während Lehre

In letzter Zeit nehmen jedoch die Fälle zu, in denen Asylwerbende mitten unter der Lehre einen Negativbescheid bekommen. Zuletzt hat das dramatische Schicksal eines Kochlehrlings aus Dietach bei vielen für Unverständnis gesorgt.

Oberösterreich als Vorreiter

Mit 276 Lehrstellen für Asylwerbende in Mangelberufen besetzt Oberösterreich knapp die Hälfte aller Plätze Österreichs. Über 1000 Lehrstellen sind jedoch derzeit noch nicht besetzt. Auch Günther Reindl (Reindl Industriekleidung) hat zwei Lehrlinge aus Afghanistan aufgenommen: „Ich habe diesen Schritt noch nie bereut. Die beiden integrieren sich super und vor allem nehmen sie niemandem einen Arbeitsplatz weg. Es ist schwer, Lehrlinge zu finden, daher bin ich stolz, als Integrationsbetrieb aufzutreten.“

Neue Regelung

Anschober will eine gesetzliche Regelung einführen, durch die Abschiebungen während der Lehrzeit verhindert werden.


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