"Manche unserer Lehrer haben keine Ahnung, wie der Mensch richtig lernt"
OÖ. Experten verschiedenster Gruppen äußern ihre Meinung zum österreichischen Schulsystem immer wieder. Doch wie bewerten eigentlich die Betroffenen selbst das System? Eine Umfrage vom Nachhilfeinstitut „LernQuadrat“ unter 315 oberösterreichischen Schülern zwischen 10 und 18 Jahren ergab: „Die Schule bekommt einen Dreier!“

Oberösterreichs Schüler zeigen sich kritisch gegenüber dem bestehenden Schulsystem. Bei der Bewertung kamen Schulräume und Lehrer besser weg als das System selbst. Auch LernQuadrat Gründer und Geschäftsführer Konrad Zimmermann ist ein Kritiker: „Ein großes Problem im System ist, dass die Beziehungen der Lehrer zum Lernenden fehlen. Bei den Diskussionen, die heute geführt werden, ist dies auch schwer! Manche haben Angst, gleich als Pädophile abgestempelt zu werden, wenn sie sich zu sehr um ihre Schüler kümmern.“
Bulimie-Lernen
Ein weiterer Kritikpunkt der Befragten ist, dass meist nur „Bulimie-Lernen“ betrieben wird. Das bedeutet, beinahe jeder Zweite lernt nur fürs Kurzzeitgedächtnis und vergisst den Stoff dann gleich nach der Prüfung wieder.
Englisch wichtig fürs Leben
Bei der Frage, welche Fächer die Schüler für wichtig für die Zukunft erachten, war ganz klar Englisch der Spitzenreiter. Chemie und Physik sind für die Schüler verzichtbar. Beinahe jeder Zweite wünscht sich zusätzliche Fächer wie Politik, Alltagskunde, Gesundheit und Ernährung. „Alles in allem sehen wir, dass das österreichische Schulsystem leider nur Mittelmaß ist. Es besteht Handlungsbedarf für Politiker“, so Zimmermann.


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