Millionenschweres Paket für den Sport: In Linz bleibt kein Stein auf dem anderen

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 09.07.2019 10:05 Uhr

LINZ. Der LASK kehrt zurück auf die Gugl, Blau-Weiß Linz bekommt ein neues Stadion im Donaupark und langersehnte Lösungen für Leichtathleten, Hand- und Volleyballer: Tips hat Antworten auf die 10 brennendsten Fragen zum fixierten Millionen-Paket für den Sport.

1. Wo wird für den LASK künftig der Ball rollen?

Der LASK wird mit der neuen Lösung für 80 Jahre zum Pächter des Gugl-Stadions, das die Stadt Linz dem Fußballclub überlässt, und wird das Gugl-Oval in eine reine Fußball-Arena umbauen. Läuft alles glatt, kann ab 2022 wieder in Linz gespielt werden.

2. Wie groß wird die Fußball-Arena auf der Gugl geplant?

Laut Plänen des LASK, der 50 Millionen Euro selbst investiert, entsteht eine Haupttribüne mit 40 bis 45 Sky-Boxen. Mit 16.500 Sitzplätzen wird die LASK-Arena auch länderspieltauglich sein.

3. Wie schnell muss der LASK Pasching verlassen?

Der LASK muss bis spätestens Ende 2021 aus der TGW-Arena in Pasching ausziehen, weil dort der Pachtvertrag ausläuft, eine längere Frist wird es nicht geben.

4. Entsteht noch ein LASK-Stadion am Pichlinger See?

Nein, der LASK verzichtet auf weitere Pläne für den Standort Pichlinger See, auch die im Herbst angedachte Volksbefragung über die Zukunft des Areals wird fix nicht mehr stattfinden.

5. Wie geht es für Blau-Weiß Linz bis 2022 weiter?

Für die nächsten drei Jahre sind die Blau-Weißen, die ihre Spiele derzeit auf der Gugl ausrichten, noch als Untermieter dort einquartiert, ab Ende 2022 sollen die Spiele im neuen Stadion im Donaupark ausgerichtet werden. Das Projekt ist mit maximalen Investitionskosten von neun Millionen Euro begrenzt, zu je einem Drittel wird dies von Stadt, Land und dem Verein selbst gestemmt.

6. Wird es auf der Gugl künftig mehr Parkplätze geben?

In Verbindung mit einem neuen LASK-Stadion auf der Gugl wird vom Fußballclub auch ein neues Parkhaus errichtet. Dieses soll 1.000 Stellplätze umfassen und sowohl für Besucher der Fußballspiele im Stadion als auch von Veranstaltungen in der Tips-Arena zur Verfügung stehen.

7. Was ändert sich für die Besucher der TipsArena?

Die TipsArena neben dem Stadion, die weiter im Besitz der LIVA und damit der Stadt Linz bleibt, wird auch während des Stadion-Umbaus und darüber hinaus in vollem Betrieb bleiben.

8. Wo entsteht die neue Bundesliga-Ballsporthalle?

In Kleinmünchen werden künftig die Volleyball-Meisterinnen von Linz-Steg und die Bundesliga-Handballer des HC Linz AG ihre sportliche Heimat haben. Die Anlage der Sport-NMS wird ausgebaut, auch die Schule wird die Halle weiter nützen können. Die Stadt Linz investiert 6,1 Millionen Euro, das Land OÖ beteiligt sich mit 500.000 Euro.

9. Sind die Leichtathleten nun die großen Verlierer?

Nein. Sie verlieren zwar nicht nur ihre Büros und ihre wettkampftaugliche Freiluftanlage auf der Gugl, doch die Leichtathleten sollen in ein neues, adaptiertes Mehrkampf-Kompetenzzentrum übersiedeln, wo eine wettkampftaugliche Infrastruktur zur Verfügung stehen wird. Unter den gehandelten Standorten dafür ist auch das bestehende Zentrum in der Wieningerstraße.

10. Gibt es die Kindergarten-Olympiade weiterhin?

Nachdem dem Verband ein „kleines Leichtathletik-Stadion“ mit einer Rundbahn nach internationalen Standards und mit Platz für rund 2.000 Zuschauer zugesagt wurde, kann dort auch die Kindergarten-Olympiade, zu der bisher regelmäßig rund 4.000 Kinder auf die Gugl gekommen sind, weiter ausgetragen werden.

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