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Günter Rübig: „Unsere Industrie ist Vorreiter bei emissionsarmer Produktion“

Online Redaktion, 08.10.2019 17:46

LINZ. Der Obmann der Sparte Industrie der WKOÖ, Günther Rübig, ortet erste Anzeichen einer gedämpften Wirtschaftsentwicklung und sieht die heimische Industrie in der aktuellen Klimaschutz-Debatte gut aufgestellt.

Der Obmann der Sparte Industrie der WKOÖ, Günther Rübig. Foto: Weihbold
Der Obmann der Sparte Industrie der WKOÖ, Günther Rübig. Foto: Weihbold

Die aktuelle WIFO-Prognose weist für 2019 ein Wachstum von 1,7 Prozent und für 2020 eines von 1,4 Prozent aus. „Diese gedämpfte Entwicklung und speziell die schwieriger zu bearbeitenden Exportmärkte erfordern gerade in Österreich eine maßvolle Lohnpolitik, speziell bei den bevorstehenden KV-Abschlüssen im Metallbereich“, so Rübig.

„Eines der brennendsten Themen des vergangenen Wahlkampfs war die Diskussion um den Klimawandel und die damit einhergehende Umstellung des Energiesystems. Dabei ist die Integration von erneuerbaren Energieträgern unter gleichzeitiger Wahrung der absolut notwendigen und höchstmöglichen Versorgungssicherheit die größte Herausforderung. Österreichs Industrie ist Vorretier bei emissionsarmer Produktion. Werden mehr Güter hierzulande erzeugt, verringern sich klimaschädliche Emissionen um die Hälfte“, ist Günter Rübig überzeugt und ergänzt: „Das Klima ist ein globales Problem, das können wir nicht alleine in Österreich lösen.“

Fokus auf Thema Innovation

Das Thema Innovation ist Rübik im laufenden Wahlkampf zu wenig vorgekommen, dabei betont der Spartenobmann der Industrie: „Die Welt retten nicht die, die etwas verhindern, sondern, die etwas erfinden.“

Teurer Strompreis belastet Industrie

Die Teilung der deutsch-österreichischen Strompreiszone hat zudem eine massive Benachteilgung der Unternehmen und insbesondere der stromintensiven Industrie mit sich gebracht. „Die Industrie hat sich immer gegen die Trennung der Strompreiszone ausgesprochen. Die gesamten Mehrkosten für die österreichischen Stromkunden haben sich seit dem 1. Oktober 2018 auf 139, 3 Millionen Euro aufsummiert“, rechnet Rübig vor.


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