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LINZ. Um die Leistung der Mitarbeiter in Sozialbetrieben sichtbarer zu machen, besuchte AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer Einrichtungen der pro mente in Linz.

Bei einem Betriebsbesuch bei pro mente in Linz unterhielt sich AK OÖ-Präsident Johann Kalliauer (2.v.l.) mit (v.r.) pro mente-Betriebsratsvorsitzendem Martin Herzberger, Geschäftsfeldleiterin der Krisenhilfe OÖ Sonja Hörmanseder, Geschäftsführer Gernot Koren und BR-Stv. Eugen Ertl über die Schwierigkeiten im Sozialbereich.Foto: A. Nöhmayer/AK OÖ

Gemeinsam mit pro mente-Betriebsratsvorsitzendem Martin Herzberger, Geschäftsfeldleiterin der Krisenhilfe OÖ Sonja Hörmanseder, Geschäftsführer Gernot Koren und BR-Stv. Eugen Ertl besuchte AK OÖ-Chef Johann Kalliauer zuerst die Krisenhilfe OÖ und das Clubhaus in der Scharitzerstraße. Danach standen das Wohnhaus Wachtbergerhof und das filino auf dem Besuchsprogramm. Ziel des Besuches war es die Leistungen im Sozialbereich hervor zu heben. „Das ist ein Bereich wo man die Arbeitsleistung nicht so direkt messen kann“, so Kalliauer. „Es ist eine Arbeit, die nicht nur zu wenig sichtbar ist, sondern auch zu wenig Anerkennung bekommt.“

Herzberger: „Die Arbeit wird immer dichter“

Bei seinem Besuch waren auch die Schwierigkeiten im Sozialbereich Thema: „Die größten Herausforderungen sind die immer wiederkehrenden Kürzungspakete“, erzählt pro mente-Betriebsratsvorsitzender Martin Herzberger. So kürzte das Land OÖ die Mittel für Soziales erst 2015, dann 2018 wieder. Zudem werden Patienten in Krisensituationen im Krankenhaus nur mehr bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung  stationär aufgenommen. Dies spührt man bei pro Mente. „Für dasselbe Geld müssen mehr Leistungen erbracht werden.“ Der Arbeitsdruck auf die Mitarbeiter steigt. Dies sei in einem Bereich, in dem Zeit für die Qualität der Arbeit essentiell ist, besonders schlimm. „Die Arbeit wird immer dichter. Für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen braucht man aber Zeit“, betont Herzberger.

Finanzierungsausfall bei Projekt „resp@ct“

Auch bei dem Projekt „resp@ct“, welches jungen Menschen wieder Perspektiven für die Zukunft bietet, schaut die Zukunft düster aus. Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes OÖ finanziert. 2020 fällt die Kofinanzierung durch den ESF aus. „Das Land hat gesagt, dass es diesen Ausfall nicht übernimmt“, so Herzberger. In den vergangenen Jahren wurden von „resp@ct“ 500 Jugendliche betreut.


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