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OÖ. Eine Stärkung der überbetrieblichen Ausbildung und einen Notfallausbildungsfonds fordern SPOÖ-Chefin Birgit Gerstorfer und FSG-Bundsjugendvorsitzender Josef Rehberger zur Bewältigung der Coronakrise.

Junge sind besonders stark von der Krise betroffen. (Foto: industryviews/Shutterstock.com)
Junge sind besonders stark von der Krise betroffen. (Foto: industryviews/Shutterstock.com)

„Wir laufen Gefahr eine Generation zu verlieren – eine Generation von jungen Berufseinsteigern“, so SPOÖ-Chefin Birgit Gerstorfer. „Rund 1.000 Lehrlinge in OÖ könnten Gefahr laufen ihre Lehrstelle nicht antreten zu können.“ Insgesamt ist schon im April die Jugendarbeitslosigkeit in Oberösterreich um 114 Prozent gestiegen. Das ist eine größere Steigerung als bundesweit. „Es ist davon auszugehen, dass auch im Mai keine Entwarnung möglich ist.“

Auch Gruppe der 20-25-Jährigen betroffen

Doch nicht nur Lehrlinge sind betroffen. Auch die Gruppe der 20-25-Jährigen ist stark betroffen. Auch Studierende mit Nebenjob fallen in diese Gruppe. „Wir gehen davon aus, dass sich die Situation in den nächsten Monaten nicht verbessern wird.“ Unter Umständen kommt es nach der Kurzarbeit wieder vermehrt zu Kündigungen.

Forderung: Überbetriebliche Ausbildung stärken

Die ÖVP und FPÖ-Regierung habe überbetriebliche Ausbildung gekürzt – sowohl die Anzahl der Ausbildungsplätze als auch die Entschädigung – kritisiert Gerstorfer. Sie fordert eine Stärkung dieser Art der Ausbildung. Speziell in der Krisensituation bedürfe es hier mehr Plätze, da die überbetriebliche Ausbildung auch als Überbrückung besser geeignet sei, als ein weiteres Jahr Schule, so Gerstorfer. Denn: So könne die Ausbildung schon begonnen werden und in einem Ausbildungsbetrieb nahtlos weitergeführt werden. Es werde kein Jahr verloren.

Hier fordert Gerstorfer auch eine Anhebung der Entschädigung auf Niveau der Lehrlingsentschädigung.

Notfallausbildungsfonds für KMUs

„Von 2014 bis 2017 sind 30.000 Lehrlinge weniger ausgebildet worden“, so Josef Rehberger, FSG-Bundsjugendvorsitzender. „Wir fordern einen Corona-Not-Ausbildungsfonds.“ Dieser soll mit 140 Millionen Euro dotiert werden und vor allem Klein- und Mittelunternehmen (KMU) zugutekommen. „Wir wollen da bestimmte Stellhebel angreifen und nicht mit der Gießkanne drüberfahren“, fordert er auch die Bundesregierung auf tätig zu werden.


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