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LINZ. Das Linzer Unternehmen Robart erhält neun Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Strategische Investitionen. Ziel ist es praktische und erschwingliche Haushaltsroboter zu entwickeln.

v.l: Harold Artés, Gründer und Geschäftsführer der Robart GmbH, Wirtschafts- Landesrat Markus Acheitner und Wilhelm Molterer von der Europäischen Investitionsbank, besichtigten das Linzer Unternehmen Robart. Dieses erhielt EU-Mittel zur Forschung am Haushaltsroboter der Zukunft. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Das Unternehmen Robart mit Hauptsitz in Linz entwickelt und produziert Heimroboter mit Lasernavigation, vordergründig Saug- und Wischroboter. Im Unterschied zu anderen Roboterherstellern laufen die Daten bei Robart über europäische Server, was einen Vorteil für die Datensicherheit bringe, schildert Geschäftsführer Harold Artés. Er hat das Unternehmen 2009 gemeinsam mit seinem ehemaligen HTL-Mitschüler Michael Schahpar gegründet. „Michael und ich stammen beide aus Linz, nach meiner Zeit in Silicon Valley zog es mich wieder in die Heimat und wir beschlossen, gemeinsam etwas Neues aufzubauen. Oberösterreich ist ein wirklich guter Standort für High-Tech-Unternehmen und es gibt ausgezeichnete Hochschulen. Wir sind auch für Top-Talente mit wissenschaftlichem Hintergrund aus dem Ausland attraktiv, Robart konnte schon einige nach Linz holen“, erzählt Artés.

EU-Mittel für Forschung

Robart hat mehr als 60 Mitarbeiter, davon 44 in Linz. Die Firma hat Niederlassungen in China, Deutschland sowie den USA und 2015 den oberösterreichischen Innovationspreis gewonnen. Aktuell wird an an Wisch- und Saugrobotern mit Laser-Navigation geforscht, die sich per App oder Sprachassistent steuern lassen. Zentral dabei ist laut Artés die Frage, wie ein Roboter wohnungsgerecht gemacht werden könne. Nun wird Robart mit neun Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Strategische Investitionen unterstützt. Mit den Geldern sollen unter anderem an der Geschwindigkeit und an der Reduktion von Produktionskosten gearbeitet werden. „Bislang wurden oberösterreichischen Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen 281 Projekte bewilligt, für die Förderungen in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro fließen. Oberösterreichs wirtschaftliche und industrielle Stärke zeigt sich unter anderem daran, dass die Hälfte (143) der Projekte von Unternehmen eingereicht wurden“, führt Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) aus.

Ziel der Europäischen Investitionsbank (EIB), die Robart fördert, sei es die Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu stärken, ergänzt Wilhelm Molterer, geschäftsführender Direktor des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen bei der EIB. Die Schwerpunkte der Finanzierungen liegen auf Forschung und Entwicklung, aber genauso auf Klimaschutz, Infrastrukturvorhaben und der Mittelstandsförderung. Das Darlehen für Robart hat eine Laufzeit von fünf Jahren pro Stufe, wobei es insgesamt drei Stufen gibt und für die jeweils nächste bestimmte Ziele zu erreichen sind.


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