Aktualisierter Grundsatzbeschluss für Linzer Stadtbahn eingebracht

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Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 07.01.2021 18:32 Uhr

LINZ. Um die Durchbindung der Mühlkreisbahn als Stadtbahn zum Linzer Hauptbahnhof sowieso die Verwirklichung der Stadtbahn über die JKU nach Gallneukirchen und Pregarten bald umsetzten zu können, wurde nun ein aktualisierter Grundsatzbeschluss in die Landesregierung eingebracht.

Für das Linzer Stadtbahn-Projekt beginnt das Jahr 2021 positiv. Grund ist ein aktualisierter Grundsatzbeschluss, der heute in die Landesregierung eingebracht wurde und kommenden Montag in der Sitzung der Oberösterreichischen Landesregierung beschlossen werden soll. Dieser ist notwendig, da es seit dem im Jahr 2017 als im Landtag ein Grundsatzbeschluss einstimmig beschlossen wurde, mehrere technische Änderungen im Projekt gegeben hat. Für die Durchbindung der Mühlkreisbahn als Stadtbahn zum Linzer Hauptbahnhof sowieso die Verwirklichung der Stadtbahn über die JKU nach Gallneukirchen und Pregarten - soll möglichst rasch im neuen Jahr der Abschluss einer trilateralen Absichtserklärung zur Finanzierung des Vorhabens durch das zuständige Bundesministerium (BM für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie), das Land OÖ und die Stadt Linz erreicht werden.

Verhandlung über Finanzierung verlaufen positiv

Nachdem im vergangenen Jahr die wichtige grundsätzliche Einigung zwischen Stadt und Land hinsichtlich des Projektes erzielt wurde, die Stadt dies mit einem Grundsatzbeschluss im Gemeinderat bekräftigt und das Land die notwendigen Finanzmittel für den Landesanteil durch seinen Oberösterreich-Plan bereitgestellt hat, gilt es nun gemeinsam mit dem Bund die Finanzierung grundsätzlich zu regeln. Ein Projekt dieser Größe ist nur mit einer tatkräftigen Mitfinanzierung des Bundes realisierbar. „Die entsprechenden Verhandlungen mit dem Bund entwickeln sich in eine gute Richtung. Wir sind zuversichtlich, dass wir hier rasch zu einer positiven Entscheidungen gelangen“, sind der Landeshauptmann und der Landesrat zuversichtlich.

Projekt „weit fortgeschritten“

„Unser Projekt ist bereits weit fortgeschritten. Als wichtigster Meilenstein des Ausbauprogramms ist für Jahresmitte 2021 der Start des Vorprojektes für alle in Linz gelegenen Streckenteile der Stadtbahn vorgesehen“, betonen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner unisono.

„Diese Planungen werden bereits in einer hohen Qualität und Detailtiefe betreffend der anschließenden Bauausführung ausgeführt, um ein rasches Voranschreiten des Projektfortschrittes zu ermöglichen.“ Weiters werden sie in mehreren einzelnen Trassenabschnitten bearbeitet, damit auftauchende Herausforderungen in einem Bereich den Fortschritt in den anderen nicht behindern. Weitere technische Details hinsichtlich eines Streckenabschnittes in Urfahr und eines Betriebskonzeptes von Stadtbahn und O-Bus befinden sich derzeit in Klärung, verzögern aber weder die Absichtserklärung noch die Vorbereitung des Vorprojekts. Allfällige weitere Detaillierungen werden im Rahmen des Vorprojektes geklärt werden.

Änderungen seit 2017

Seit 2017 ist die gemeinsame Nutzung der Trasse mit dem ursprünglichen Straßenbahnprojekt weggefallen und die Nutzung eines gemeinsamen 4-Schienen-Gleises wurde obsolet. Die Stadt Linz ersetzt dafür ihr Straßenbahnprojekt mit den O-Bus-Linien 47 und 48, die wiederum einen Teil der Stadtbahntrasse mitnutzen sollen. Aufgrund einer Vereinbarung mit der ÖBB-Infrastruktur AG besteht die Absicht, die Mühlkreisbahn im Abschnitt Mühlkreisbahnhof – Kleinzell zu elektrifizieren. Die künftigen Elektrotriebwagen der Mühlkreisbahn sollen im nicht zur Elektrifizierung vorgesehen Abschnitt Kleinzell – Aigen-Schlägl durch den Einsatz von Zugmaschinen möglichst attraktiv weiterverkehren. Der gesamte Projektabschnitt hinsichtlich der Stadtbahn über die JKU nach Gallneukirchen-Pregarten wurde ergänzt.

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