Tag der Wehrpflicht: „Stellenwert muss angehoben werden“

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Grundwehrdiener erfüllen gerade zu Corona-Zeiten viele organisatorische Aufgaben. (Foto: Volker Weihbold)
Grundwehrdiener erfüllen gerade zu Corona-Zeiten viele organisatorische Aufgaben. (Foto: Volker Weihbold)
Karin Seyringer Online Redaktion, 20.01.2021 13:11 Uhr

OÖ. Anlässlich des „Tages der Wehrpflicht“ am 20. Jänner unterstreichen der stellvertretende Bundesparteiobmann der FPÖ, LH-Stellvertreter Manfred Heimbuchner und Landtagsabgeordneter Michael Gruber die Bedeutung des Bundesheers. Die Wehrpflicht beweise sich gerade in der jetzigen Krise. Sie fordern, den Stellenwert und den Sold für Grundwehrdiener anzuheben.

„Die Maßnahmen der Bundesregierung während der Corona-Krise können nur durch die Unterstützung des Bundesheeres bewältigt werden. Neben den Berufssoldaten kamen gerade Grundwehrdiener beim Contact Tracing sowie den kurzfristig geplanten Massentests zum Zug. Zudem wurden auch Hilfsdienste in der Postverteilung und Lebensmittellogistik bewerkstelligt. Es hat sich erneut gezeigt, wie universell Soldaten eingesetzt werden können“, so der stellvertretende Bundesparteiobmann der FPÖ, Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner und Landtagsabgeordneter Michael Gruber, Landesvorsitzender der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher (AUF)/Arbeitsgemeinschaft Freiheitlicher Heeresangehöriger (AFH).

Erhöhung des Soldes gefordert

Beide fordern, um die Leistung der Grundwehrdiener vor den Vorhang zu holen, eine „spürbare Erhöhung des Soldes“, der Dienst an der Gesellschaft müsse auch monetär besser unterstützt werden. „Während Migranten eine Mindestsicherung von über 900 Euro erhalten, werden Grundwehrdiener mit 300 Euro abgespeist. Das ist ein krasses Ungleichgewicht. Wir wollen unsere Leistungsträger besser unterstützen“, finden die beiden klare Worte.

Probleme bei der Tauglichkeit angehen

Bei der Einführung der Teiltauglichkeit, die von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eingeführt wird und ab März zum Tragen kommt, üben Haimbuchner und Gruber Kritik am Vorgehen. Sie sehen eine „Hauruck-Aktion, wir hätten uns ein überlegtes und abgestimmtes Konzept mit Einbindung von Entscheidungsträgern aus Militär, Sanitätsdiensten und Politik gewünscht“, so Haimbuchner und Gruber, der diese grundsätzliche Idee mitentwickelte und begrüßt. „Mittlerweile sind beinahe ein Drittel der Stellungspflichtigen untauglich. Psychische Probleme, Fettleibigkeit, Fehlsichtigkeit verringern zunehmend die Tauglichkeitsquote bei jungen Männern. Diesen Problemen muss man auf den Grund gehen und seitens der Politik gegensteuern.“

Gefordert wird daher ein Präventionsprogramm, speziell für Kinder und Jugendliche. „Bewegung, Sport, frische Luft und gesunde Ernährung sind wesentliche Bausteine für ein Leben in Gesundheit. Das kann nicht erst beim Bundesheer ausgebildet werden, denn da ist es meist schon zu spät“, stellen Haimbuchner und Gruber klar.

Gruber ortet zudem ein regionales Problem bei der Stellung in Oberösterreich: „Durch das Herunterfahren der Tauglichkeitsuntersuchungen stauen sich die Wartenden immer weiter nach hinten. Dadurch wird der planbare Aufbau von Kadernachwuchs massiv erschwert.“ Haimbuchner und Gruber hoffen diesbezüglich auf eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb.

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