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Online Redaktion, 05.02.2021 10:56

OÖ/NÖ. Die Öffnungsschritte nach dem Lockdown müssten mit Vorsicht und Vernunft einhergehen, waren sich die oberösterreichische Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und ihr niederösterreichischer Kollege, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, bei einem Arbeitsgespräch Anfang Februar einig.

Oberösterreichs LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf diskutieren bei einem Arbeitsgespräch die Corona-Situation. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

„Alle Bundesländer in Österreich stehen momentan vor denselben Herausforderungen. Mit den verkündeten langsamen Öffnungsschritten braucht es vor allem auch den Zusammenhalt und die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger. Ein Offenhalten ohne die Infektionszahlen enorm in die Höhe zu treiben, wird nur möglich sein, wenn sich alle streng an die Maßnahmen halten und die umfangreichen Testangebote nutzen“, betonen Haberlander und Pernkopf. Den Kampf gegen das Virus könne weder ein einzelner Bürger noch die Politik allein gewinnen. „Es kann nur gemeinsam gehen und das über alle Grenzen hinweg“, sind sich die beiden einig.

„Gesundheitssystem nicht nochmal an Grenzen bringen“

„Ich begrüße die Öffnungsschritte, vor allem im Bereich der Schulen. Klar ist aber auch, dass diese Lockerungen nur von Dauer sein können, wenn die Bürgerinnen und Bürger mit Vernunft handeln und sich an die Vorsichtsmaßnahmen halten. Denn wir alle möchten unser Gesundheitssystem nicht nochmals an die Belastungsgrenzen bringen. Zahlen wie vom 1. Dezember, als in Oberösterreichs Spitälern am Höchststand 152 Intensivpatienten betreut wurden oder als Mitte November mehr als 900 Betten mit Corona-Patienten belegt waren, sollten uns immer zur Vorsicht mahnen, da es an uns allen liegt, dass es nicht mehr dazu kommt“, betont Haberlander.

Auch Pernkopf unterstreicht dies, anhand der Situation in Niederösterreich: „Die Situation Ende November des Vorjahrs, mit über 700 Corona-Patienten in den Kliniken, war äußerst belastend für das gesamte Gesundheitssystem. Zum Höchststand benötigten 115 Personen intensivmedizinische Betreuung, heute liegt diese Anzahl in Niederösterreich immer noch bei 59 Personen. Verantwortung und Disziplin sind deshalb mehr denn je von jedem und jeder Einzelnen gefordert.“


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