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OÖ/LINZ. Die aktuelle Krise kostet Milliarden an Steuergeld. Die Gewerkschaft GPA fordert, dass Superreiche einen Beitrag leisten und startete heute in Linz unter dem Motto „Millionärssteuer JETZT!“ eine große Kampagne.

Bei der Auftakt-Aktion auf der Linzer Landstraße (Foto: gpa)
Bei der Auftakt-Aktion auf der Linzer Landstraße (Foto: gpa)

„Als Gewerkschaft setzen wir uns dafür ein, dass nicht wieder die ArbeitnehmerInnen, die ohnehin schon 80 Prozent des Steueraufkommens zahlen, zum Handkuss kommen, wenn es darum geht, die Corona-Krise zu finanzieren. Österreich ist ein Paradies für Superreiche. Das muss sich endlich ändern“, ist GPA-Geschäftsführer Andreas Stangl überzeugt davon, dass große Vermögen ab einer Million Euro künftig ordentlich besteuert werden müssen.

Auftakt-Aktion in Linz

Am Montag, 1. März am Vormittag zogen Aktivisten bei einer Straßenaktion in der Linzer Innenstadt eine Limousine mit einem Abschleppseil vom Martin-Luther-Platz auf den Hauptplatz. Sie stellten so aktionistisch dar, dass die Arbeitnehmer den Löwenanteil der Ausgaben des Staates finanzieren. Denn: Nur 1,3 Prozent aller Steuereinnahmen kommen in Österreich aus Vermögenssteuern. Damit liegt das Land an vorletzter Stelle der entwickelten Industriestaaten. „Das hat natürlich Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Die Ungleichheit nimmt in Österreich zu, denn der Staat wird vor allem durch hohe Steuern auf Arbeit finanziert“, zeigt Stangl auf. Die demografische Entwicklung, der Klimawandel und die Digitalisierung benötigen viele Investitionen, die derzeit nicht gesichert sind. Das könne eine Millionärssteuer leisten. „Mit einer Vermögensbesteuerung von nur einem Prozent wären die Pflege von morgen gesichert und Investitionen in Kindergärten und Schulen und mehr Klimaschutz wären möglich. Millionäre würden mit einem kleinen Anteil etwas Gutes für Österreich tun. Deshalb treten wir als Gewerkschaft GPA für die Einführung der Millionärssteuer ein. Für die Millionäre bedeutet das wenig. Für ganz Österreich viel“, so Stangl abschließend.


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