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OÖ. Eine Chance um bestehende Ölheizungen und Verbrennungsmotoren künftig klimaneutral weiternutzen zu können sieht die Fachgruppe Energiehandel in der Wirtschaftskammer in sogenannten eFuels. Keinen gangbaren Weg sieht darin jedoch Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder.

Symbolfoto (Foto: ThePowerPlant/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: ThePowerPlant/Shutterstock.com)

Die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien ist wesentlicher Bestandteil der österreichischen Klima- und Energiestrategie. Der Ausstieg aus fossilen Brenn- und Treibstoffen soll bis 2040 umgesetzt sein. Für den Energiehandel ist es keine Option, strikt und undifferenziert mit Verboten von Heizungen sowie Verbrennungsmotoren vorzugehen. Er spricht sich dafür aus, an innovativen Technologien zu arbeiten, die es ermöglichen, die vorhandene Antriebs- und Motorentechnik klimaneutral und effizient weiterverwenden zu können. Solche Technologien seien keine Zukunftsmusik, sondern praktisch startklar.

eFuels für Fortnutzung bestehender Anlagen

Ein Beispiel dafür sei eine der ersten Anlagen für die industrielle Erzeugung von synthetischen Brenn- und Kraftstoffen, die in Kooperation mit der steirischen AVL List GmbH projektiert wurde. „Mit dieser Pilotanlage wird ein leistbarer, CO2-neutraler, flüssiger und genormten Brenn- und Kraftstoffes, noch dazu zu 100 Prozent Made in Austria, Realität! Dadurch können wir unseren Beitrag zu den Klimazielen leisten und sorgen gleichzeitig dafür, dass bewährte Technik weiterhin verwendet werden kann.“, betont Bernd Zierhut, Obmann der Fachgruppe Energiehandel in der WKOÖ. Diese „Power-to-Liquid“-Technologie ermögliche es auch, herkömmliche Öl-Heizungen und Verbrennungsmotoren weiter zu nutzen. Die Notwendigkeit für einen Austausch sei nicht gegeben, „wenn hier die Technik der Power-to-Liquid-Anlagen, die sogenannte eFuels erzeugen, für eine Fortnutzung der bestehenden Systeme sorgen kann – und zwar klimaneutral“, ist Jürgen Roth, Obmann des Fachverbandes Energiehandel in der WKÖ und Vorstandsvorsitzender IWO-Österreich überzeugt.

Umwelt-Landesrat übt Kritik

Kritik kommt vom Grünen Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder: „Eines muss uns allen klar sein: Wir müssen jetzt handeln. Es wurde schon zu viel Zeit vergeudet.“ Es habe sich schon vor 20 Jahren gezeigt, dass Bio-Diesel und Bio-Öl keine Option sind. „Wir haben mit der E-Mobilität und den Biomasse-Heizungen klimafreundliche Alternativen zur Verfügung, die wir rasch einsetzen können und die nachhaltig Arbeitsplätze in Oberösterreich schaffen und sichern“, so Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder. Die Fachgruppe Energiehandel in der Wirtschaftskammer leiste sich immer wieder landesweite Plakat- und Inseratenkampagnen, die die Klimaschutzmaßnahmen der Politik konterkarieren und die große Verunsicherung bei jenen auslöse, die vor der Entscheidung stehen, ihre Ölheizung gegen eine klimaschonende Heizung zu tauschen, kritisiert Kaineder.

 


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