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Schotterwüste unter der Voest-Brücke als Sport- und Freizeitareal nutzen

Online Redaktion, 08.04.2021 10:27

LINZ. Statt der aktuellen Beton- und Schotterwüste unter der Voest-Brücke und deren neuen Bypässen in Urfahr eine Sport- und Freizeitfläche, fordert der Linzer Gemeinderat Lorenz Potocnik. Zu dieser Idee stellt er in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 8. April eine Resolution an die Asfinag. Die Resolution findet laut Potocnik auch eine Mehrheit.

  1 / 4   Rendering: Gemeinderat Lorenz Potocnik stellt sich eine Sport- und Freizeitanlage unter der Voest-Brücke in Urfahr vor. (Foto: Rendering: Potocnic)

Unter der Voest-Brücke und den neuen Bypässen steht ein gut 13.000 Quadratmeter großes Areal - und damit größer als der Linzer Hauptplatz - zur Verfügung. Ohne viel Aufwand könnte die karge Fläche zu einem Sport- und Spielplatz umgewandelt werden, so Potocnic, der die Grundeigentümerin Asfinag mangels Ideen kritisiert.

Optisch und funktionell sei zwar ein ansehnliches Brückenbauwerk entstanden, um das Drumherum hätten sich die Bautechniker allerdings wenig gekümmert, und die Stadt Linz habe auch noch keine Wünsche geäußert. „Wir dürfen solche wertvollen Räume nicht Bauingenieuren überlassen, sondern müssen diese für die Bewohner zurückerobern“, so Gemeinderat Potocnik.

„Areal hat hohen urbanen Wert“

Die aktuelle Schotter- und Betonfläche habe hohem urbanen Wert: „Es gibt keine Anrainer, die Fläche ist leicht erreichbar, bei Regen geschützt und im Sommer schön kühl. Der Raum ist noch dazu dreidimensional bespielbar, weil auch die Brückenpfeiler das Zeug haben, als Kletterwände genutzt zu werden“, so Potocnik. Den Technikern der Asfinag sei dabei kein Vorwurf zu machen, der Stadt Linz aber schon: „Natürlich muss die Politik hier aktiv mitgestalten und bereits vor Baubeginn einen Forderungs- und Wunschkatalog erstellen, statt einfach alles geschehen zu lassen.“

Resolution im Gemeinderat

Er will mittels einer Resolution an die Asfinag in der Gemeinderatssitzung am 8. April eine innovative Nutzung als Sport- und Freizeitfläche durchsetzen. Als Errichter und Betreiber soll dabei die Stadt Linz fungieren: „Tennis, Skatepark, Klettern, Fahrradpolo, ein Fitnesspark nach Vorbild des 'Muscle-Beach' in L.A. – die Range an Möglichkeiten ist aufgrund der Wettersicherheit fast unendlich. Jede andere Stadt würde uns um solche Flächen beneiden, bitte nutzen wir das Areal endlich so, wie es einer innovativen Stadt wie Linz auch gerecht wird“, fordert Potocnik.

Mehrheit gegeben

Die Mehrheit für die Resolution gibt es laut Potocnik auch bereits, mit allen Stimmen bis auf denen der SPÖ. Die SPÖ argumentiere damit, dass es verfrüht sei, darüber nachzudenken, weil die Bypass-Brücken auch gebaut wurden, um die Hauptfahrbahn zu sanieren, dort also noch mindestens zwei Jahre Baustelle sei. Schwierigkeiten würden auch mit den Eigentumsverhältnissen bestehen, erläutert Potocnik die Bedenken der SPÖ im Tips-Gespräch. Potocnik hingegen sieht durch die Baustelle auf der Brücke kaum Auswirkungen auf die darunterliegende Fläche.


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