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LINZ. Kritik an den Plänen auf dem Nestlé-Areal drei Hochhäuser zu errichten kommt von den Grünen. Für sie sind zu viele Fragen wie sich das Projekt auf die Umgebung auswirkt ungeklärt. Sie fordern eine Offenlegung der Detailpläne. Positiv bewertet die SPÖ das Projekt.

Das Nestlé-Areal und Umgebung (Foto: PTU/Pertlwieser)
Das Nestlé-Areal und Umgebung (Foto: PTU/Pertlwieser)

Kritik an den Plänen auf dem Nestlé-Areal drei Hochhäuser zu erreichten kommt von den Grünen: Für sie bleiben bei den Pänen viele Fragen offen. Diese betreffen vor allem die Auswirkungen für die Stadt, den Stadtteil und die Bewohner. „Es ist immer das gleiche Spiel. Wird in Linz ein Hochhaus gebaut, ist lediglich der Nutzen für die Investoren ersichtlich. Was die Allgemeinheit davon hat, bleibt hingegen unklar“, macht Markus Rabengruber, Stadtplanungsexperte und Kandidat der Grünen für die Gemeinderatswahlen, deutlich. Um mehr Transparenz zu schaffen, fordern die Grünen Linz daher die Offenlegung der Detailplanungen und die Ergebnisse der Untersuchungen zu dem Projekt – vor allem jene aus der bei der Planung von Hochhäusern verpflichtend abzuarbeitenden 10-Punkte-Checkliste.

Kritik: Auswirkungen auf Umgebung unbekannt

„Völlig unklar sind im Generellen die stadtklimatologischen Auswirkungen dieser Hochhäuser und im Speziellen die Auswirkung auf die unmittelbare Nachbarschaft. Wie sieht die Detailplanung hinsichtlich der Einbindung der Öffis und des Radverkehrs aus? Warum sind mehr Abstellplätze für Autos als für Fahrräder angedacht? Ist der angekündigte Park tatsächlich öffentlich zugänglich und was heißt das? Wird hier wirklich an der Entstehung eines Parks gearbeitet oder ist das in Wirklichkeit nur eine Dachbegrünung über der Tiefagarage? Das sind alles Fragen, auf die es noch keine Antworten gibt bzw. noch nicht konkret beantwortet wurden“, so Rabengruber. Momentan seien nur Mutmaßungen möglich, aber schon alleine die Tatsache, dass wieder drei Türme errichtet werden sollen, lasse hellhörig werden. „Selten profitiert das Umfeld von Hochhäusern aber immer profitieren die Investoren davon“, kritisiert Rabengruber.

SPÖ sieht Projekt positiv

Unterdessen stoßen die mittlerweile zahlreichen Hochhaus-Projekte, die in Linz in den kommenden Jahren in die Höhe wachsen sollen, auf Kritik bei städtebaulichen Initiativen – darunter der Architekt und Dombaumeister Wolfgang Schaffer. „Die Argumente der Fachleute sollten ernst genommen werden“, gibt Rabengruber zu bedenken.

Widersprüchlich und nicht nachvollziehbar findet der Wohnbausprecher der Linzer SPÖ Peter Binder die Kritik der Architekten und des Dombaumeisters. „Die Stadt benötigt auch Arbeitsplätze, dafür braucht es Gewerbe- und Büroflächen. In der Nähe der Grünen Mitte macht daher die Schaffung eines potentiellen Firmen-Clusters Sinn. Dank des geplanten Hotels und Studierendenheimes ist sichergestellt, dass es trotzdem auch abseits der Arbeit Leben auf diesem Areal gibt“, meint Binder. Die Verdichtung und das Bauen in die Höhe sei eine der besten Möglichkeiten, um dem steigenden Wohnbedarf bei gleichzeitigem Erhalt der Grünflächen gerecht zu werden. „Flächenfraß sollte vermieden werden, denn er ist nicht im Interesse der Umwelt und der Bevölkerung. Beim Trinity-Projekt am Nestlé-Areal soll vorbildlich sogar eine neue, öffentlich zugängliche Grünanlage entstehen“


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