Stadtregionalbahn Linz: Bund-Land-Vereinbarung wird unterzeichnet
LINZ. Das Land OÖ freut sich über den nächsten Meilenstein für großen Öffi-Ausbau in Oberösterreich. Der Bund unterstützt die Planungen zum Bau der Stadtregionalbahn in Linz mit rund 13,3 Millionen Euro, am Samstag wird die Vereinbarung zwischen Bund und Land unterzeichnet. Die Planungsphase soll dann rasch beginnen.

Die Bundesregierung hat im Regierungsprogramm den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs als zentrales Ziel festgelegt. Dabei ist erstmals auch eine Mitfinanzierung von Stadtregionalbahnen vorgesehen. Mit einem Beschluss des Ministerrats stellt der Bund nun rund 13,3 Millionen für die konkreten Planungsschritte der Stadtregionalbahn in Linz zur Verfügung.
„Bessere Öffis bedeutet mehr Klimaschutz. Aus diesem Grund investieren wir aktuell so viel Geld wie nie zuvor in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs. Gute Infrastruktur, ein passendes Angebot und ein günstiges Ticket – von all dem werden die Menschen in Österreich profitieren. Und ich freue mich sehr, dass wir hier in Oberösterreich gemeinsam so rasch vorankommen – und jetzt mit den Detailplanungen beginnen können“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler anlässlich des Beschlusses.
Finanzminister Gernot Blümel unterstreicht: „Für die Erreichung der Klimaziele wird der öffentliche Verkehr einen wichtigen Beitrag leisten, daher müssen entsprechende Angebote für die Bevölkerung ermöglicht werden. Seitens des Bundes unterstützen wir die Länder bei diesem Ausbau. Erst letzte Woche haben wir im Ministerrat 100 Millionen für die Umsetzung der Regionaltickets beschlossen. Es braucht diesen gemeinsamen Bund-Länder-Weg, um leistbares und soziales Verkehrsangebot in den Ländern zu ermöglichen.“
„Meilenstein“ eines „Jahrhundertprojektes“
„Mit diesem Schulterschluss setzen wir bei uns in Oberösterreich den nächsten Meilenstein für einen klimafreundlichen Öffi-Ausbau, der die Regionen mit dem Zentralraum optimal vernetzt. Dieses nachhaltige Infrastrukturprojekt wird Staus reduzieren, die Lebensqualität der Landsleute steigern und darüber hinaus Arbeitsplätze schaffen“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer über das größte, klimafreundliche Mobilitätsprojekt in Oberösterreich seit 1945, welches jetzt in die konkrete Umsetzung gehen kann. Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner: „Diese 15a-Vereinbarung stellt einen Meilenstein für den Öffentlichen Verkehr im Oberösterreichischen Zentralraum dar. Mit der Absicherung der Planungskosten für dieses Jahrhundertprojekt wird der Grundstein für eine echte Mobilitätsalternative geschaffen. Die künftigen Stadtbahnen werden Stadt und Land umweltfreundlich miteinander verzahnen und den Alltag vieler tausend Pendler positiv beeinflussen.“
Jahrzehntelange Planung
Nach jahrzehntelanger Planung haben sich Bund und Land im Frühjahr 2021 auf eine konkrete Variante bei der Stadtregionalbahn geeinigt. Die Gesamtkosten der Detailplanungen für die Jahre 2021 bis 2026 betragen 26,57 Millionen Euro. 50 Prozent davon übernimmt der Bund. Die konkrete Aufteilung und fixe Finanzierung wird nun durch die vorliegende 15a Vereinbarung zwischen Bund und Land fixiert.
Das Stadtbahnprojekt soll in mehreren großen Bereichen geplant und vernetzt werden und dann in einzelnen Bauetappen umgesetzt werden. Derzeit laufen umfangreiche Maßnahmen zur Vorbereitung der Planungsausschreibungen. Durch die nunmehr unterfertigte Zusage der Bundesfinanzierung sollen im darauffolgenden Schritt die Entschlussfassungen in den Gremien von Land und Stadt folgen. Noch im heurigen Sommer soll der OÖ Landtag seine Zustimmung zur Finanzierung der Planung geben.


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