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OÖ/LINZ. 70 Prozent regionale, 30 Prozent biologische Lebensmittel bis zum Jahr 2025: Das ist das Ziel der neuen Landeskoordinationsstelle für regionale Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung (“LaKoSt“). „Als Agrar-Landesrat ist es mir ein großes Anliegen, dass die öffentlichen Küchen durch ihre Einkaufspolitik als Vorbild dienen“, so Landesrat Max Hiegelsberger.

  1 / 3   Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Abteilungsleiter GGerhard Burgstaller (v. l.) (Foto: Land OÖ/Lisa Schaffner)

„Österreichs Lebensmittelqualität ist international hoch anerkannt. Zurecht möchten die Menschen auch in der Außer-Haus-Verpflegung heimischen Genuss. Öffentliche Kantinen haben hier eine Vorbildwirkung, daher steigern wir als Land Oberösterreich konsequent den Anteil regionaler Lebensmittel“, so Hiegelsberger.

Die Zielsetzung des Landes OÖ bei der Lebensmittelbeschaffung: Ein möglichst hoher Anteil an aus Österreich stammenden und biologisch produzierten Lebensmittel und der direkte Einkauf bei Bauern und Lebensmittelproduzenten aus der unmittelbaren Umgebung der jeweiligen Landes-Küchen. „Um passende Lieferanten zu finden, tragfähige Lieferbeziehungen aufzubauen und auch die Speisepläne entsprechend anzupassen, braucht es viel Know-How. Die Küchenleiterinnen und -leiter, aber auch die Lebensmittelproduzentinnen und -produzenten brauchen auf diesem Weg eine Begleitung.“ Die LaKoSt wird künftig als erste Anlaufstelle und Drehscheibe für Küchenleiter, Einkaufverantwortlichen und Produzenten und Lieferanten dienen.

Knapp 1,3 Millionen Essen jährlich

Jährlich geben die Küchen des Landes OÖ 1.286.000 Essen aus, bei einem Wareneinsatz von gut 4,6 Millionen Euro. Aktuell liegt der Anteil regionaler Lebensmittel (aus Österreich) über alle 39 Küchen des Landes OÖ gerechnet bei knapp über 60 Prozent, der Anteil biologischer Lebensmittel bei 26,5 Prozent. Dies soll bis 2025 gesteigert werden, auf über 70 Prozent Regionalanteil und 30 Prozent Bioanteil.

Zu den weiteren Zielen der neuen Dienststelle zählen Bewusstseinsbildung bei den Stakeholdern, die Erhöhung der Wertschätzung für Produkt, Produzent, Gast und Küchenteam, die Erweiterung und Qualitätssteigerung des Angebots, die Reduzierung von Convenience-Produkten oder die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und Abfällen.

Teil von Genusslandes OÖ

In der Konzeption und der zukünftigen Zuständigkeit für die LaKoSt wirken mit der Abteilung Gebäude- und Beschaffungs-Management und dem Genussland OÖ zwei unterschiedliche Einrichtungen des Landes OÖ zusammen. Organisatorisch wird die LaKoSt Teil von Genussland OÖ sein, in der täglichen Arbeit aber auf das Know-How aus beiden Einrichtungen zurückgreifen können.

„Die Erhöhung des Regionalanteils im öffentlichen Einkauf ist eine wichtige aber auch herausfordernde Zielsetzung. Mit der neu geschaffenen LaKoSt steht nun die erforderliche Betreuungskapazität zur Verfügung, um unsere 39 Küchen auf diesem Weg zu begleiten. Der Lebensmitteleinkauf soll in Zukunft unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten stärker regionalisiert werden. Auch Anliegen regionaler Produzenten sollen dabei weitgehend berücksichtigt werden. Das bedeutet in der Logistik und in der Abwicklung zusätzlichen Aufwand. Damit sich Nachfrage und Angebot überhaupt treffen, wurde im Rahmen des Bundesvergaberechts das Instrument des 'Dynamischen Beschaffungssystems' (DBS) eingerichtet. Es freut mich sehr, dass Oberösterreich aufgrund seiner Anstrengungen im Bereich regionale Beschaffung als Beispielregion für das DBS ausgewählt wurde“, so Abteilungsleiter Gebäude- und Beschaffungs-Management des Landes OÖ Gerhard Burgstaller.


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