Mehr Geld für E-Mobilität - Stadt Linz will 600 Ladestationen bis 2025

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Symbolfoto (Foto: Scharfsinn/Shutterstock.com)
Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 10.06.2021 19:35 Uhr

LINZ. Aus dem Investitionsprogramm „Pakt für Linz“ sollen nun 100.000 Euro zusätzlich dem Ausbau der E-Mobilität zu Gute kommen. Zudem soll die öffentlich zugängliche Lade-Infrastruktur ausgebaut werden. Das Ziel: 600 E-Ladestationen bis 2025.

Vor einem halben Jahr wurde von allen vier Fraktionen der Linzer Stadtregierung der „Pakt für Linz“ beschlossen. Die in diesem kommunalen Investitionsprogramm aufgelisteten Maßnahmen im Umfang von 65 Millionen Euro sind Mittel, um die Stadt zu stärken und aus der Krise zu investieren. Es wurde auch ein Klimaschwerpunkt gesetzt. Dazu zählen jene 100.000 Euro, die nun in der kommenden Gemeinderatssitzung am 1. Juli 2021 für die Erhöhung der Förderungsmittel für die E-Mobilität sowie einen Masterplan für E-Ladestationen und E-Car-Sharing-Initiativen in Linz beschlossen werden sollen. „Wir haben hier nicht einen generellen Plan sondern einen Plan mit klaren Vorgaben“, betont Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ).

Boom bei E-Mobilität

In den vergangenen Jahren ist die jährliche Zulassungszahl an E-Autos beständig zwar konstant, aber in überschaubarem Ausmaß gestiegen. Bis Ende 2020 sind in Linz insgesamt ca. 1.000 E-Autos zugelassen worden. Bisher gab es rund 30-40 Förderanfragen pro Jahr. „Heuer sind es bereits 120 die beantragt sind“, so Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Ein bremsender Faktor ist jedoch die Lade-Infrastruktur.

Ziel: 600 Ladestationen

Derzeit sind in Linz nur 25 Stationen vorhanden, die als „Schnelllader“ bezeichnet werden können (ab 50 kW). Besonders im Umfeld großer Wohnanlagen sind geeignete Lademöglichkeiten nur selten zu finden. „Derzeit ist ein Hemmschuh für E-Mobilität die eigenen Wohnverhältnisse. Weil bei uns in der Stadt haben die wenigsten eine eigene Garage. Es können derzeit nur jene ein Elektroauto haben, die einen Zugang zu einem Ladeplatz haben“, sind sich sowohl Luger als auch Schobesberger bewusst. Es soll daher anzustreben, die Versorgungsdichte öffentlich zugänglicher E-Ladestationen – auch auf dem öffentlichen Gut – deutlich angehoben werden. Vorbild ist die Stadt Oslo: Oslo ist etwa dreimal so groß wie Linz und hat derzeit bereits 1.300 E-Ladestationen, wobei in naher Zukunft noch weitere 600 Ladestationen installiert werden sollen – davon 400 als Schnelllader. Auf Linz heruntergebrochen bedeutet etwa 600 öffentlich zugängliche E-Ladestationen zusätzlich bis 2025.

E-Carsharing gegen Blechlawine

Doch auch wenn im Zuge der Umstellung auf E-Autos die E-Ladeinfrastruktur ausgebaut wird, löst dies nicht das Grundsatzproblem der parkenden Autos, die große Flächen des öffentlichen Gutes beanspruchen. Ein Lösungsansatz: Carsharing. So soll das tim-Angebot weiter ausgebaut und zusätzlich E-Car-Sharing-Initiativen unterstützt werden. „Seit einigen Jahren gibt es in unserem Haushalt kein Auto mehr. Wir nutzen Tim“, ist Schobesberger aus eigener Erfahrung überzeugt von dem Konzept.

Auch E-Bikes und (E-)Lastenräder sollen unterstützt werden. „Da haben wir auch auf erfahrungen von nordischen Ländern zurückgegriffen. Wir wissen, dass Lastenräder zum Teil Zweitautos bzw. in Innenstadtlagen sogar Autos ersetzten“, so Schobesberger.

Baier: Ausbau „ist längst überfällig“

Die Linzer Volkspartei begrüßt die heute präsentierten Förderungen für E-Mobilität in Linz. „Linz hinkt in Sachen E-Mobilität leider hinterher. Alleine in den Kurzparkzonen der Stadt haben über 10.000 Bewohnerautos ihren Stellplatz. Dort gibt es aber so gut wie keine Lademöglichkeiten. Ein einfacherer Zugang zu Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum ist längst überfällig und Grundvoraussetzung für den Ausbau der Elektromobilität in der Stadt“, so Vize-Bürgermeister Bernhard Baier. Er verweist auf einen ÖVP-Antrag, im letzten Gemeinderat am 27. Mai für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Dazu sollte ein Konzept unter Einbeziehung privater Anbieter erarbeitet werden. „Dieser Antrag wurde interessanterweise von SPÖ und FPÖ abgelehnt. Aber besser spät als nie.“

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