AK-Frauenbüro kämpft seit 25 Jahren für echte Gleichstellung
OÖ. Ob Karenz, Teilzeit oder gar sexuelle Belästigung, Frauen haben in der Arbeitswelt mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Deshalb hat die AK vor 25 Jahren das Frauenbüro eingerichtet. Echte Gleichstellung im Berufsleben ist hier das oberste Ziel. „Als Interessenvertretung setzen wir uns für tatsächliche Gleichstellung ein und kämpfen gegen jede Art von Diskriminierung am Arbeitsplatz an“, sagt AK-Vizepräsidentin Elfriede Schober.

Im Jahr 1996, vor genau 25 Jahren gründete die Arbeiterkammer Oberösterreich ein eigenes Frauenbüro und setzte damit einen politischen Meilenstein. Ziel war es, eine Stelle einzurichten, die sich mit den besonderen Problemen von Frauen in der Arbeitswelt beschäftigt und Frauen im Kampf für uneingeschränkte Gleichstellung im Berufsleben unterstützt. Alles von Karenz bis Wiedereinstieg ins Berufsleben, aber auch Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und Belästigung am Arbeitsplatz fallen seither in die Zuständigkeit des Frauenbüros. Sowohl die politische Arbeit des Frauenbüros als auch die Beratung und Rechtsverletzung bei Diskriminierung und sexueller Belästigung sind aus dem Angebot der AK nicht mehr wegzudenken.
„Formal sind Frauen und Männer im Arbeitsleben völlig gleichgestellt. In der betrieblichen Praxis sieht es leider oft ganz anders aus. Als Interessenvertretung setzen wir uns für tatsächliche Gleichstellung ein und kämpfen gegen jede Art von Diskriminierung am Arbeitsplatz an“, sagt AK-Vizepräsidentin Elfriede Schober.
„Im Falle von sexueller Belästigung sind wir oft auch die ersten, die von den Vorfällen hören. Da müssen wir ausreichend Zeit für die Beratung haben und auch Vertrauen stiften. Zudem leiten wir aus der Fülle der Beratungsinhalte auch politische Forderungen ab und entwickeln Angebote für unsere Mitglieder“, ergänzt die Leiterin des Frauenbüros Erika Rippatha, DHEPS.
Stimme für 300.000 unselbstständig beschäftigte Oberösterreicherinnen
Als gesetzliche Interessenvertretung will die Arbeiterkammer Oberösterreich eine starke frauenpolitische Stimme für die rund 300.000 unselbständig beschäftigten Oberösterreicherinnen sein. „Eine ganz wichtige Rolle wird dabei auch in Zukunft das Frauenbüro der Arbeiterkammer Oberösterreich spielen und dort interessenpolitisch ansetzen, wo die Frauen der Schuh drückt“, so AK-Direktorin Andrea Heimberger.
Mit verschiedenen Initiativen und Netzwerken soll jungen Frauen Perspektiven gegeben, damit Beruf und Familie besser vereinbar sind und ein unabhängiges, selbstbestimmtes und finanziell eigenständiges Leben möglich ist. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie dürfe nicht auf ein „Entweder-oder“ degradiert werden.
Gleichstellung in der AK OÖ
Beim Thema Gleichstellung nimmt sich die AK OÖ auch selbst an der Nase und verfolgt sie konsequent in den eigenen Häusern. Deshalb hat der Vorstand im Jahr 2007 einstimmig einen Frauenförderplan beschlossen. Es war erklärtes Ziel, ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei den Führungskräften zu schaffen und den Frauenanteil auf 50 Prozent anzuheben. Heute sind die Führungspositionen in den einzelnen Organisationseinheiten zu 54 Prozent mit Frauen besetzt. Außerdem besteht die Direktion seit Jänner 2021 zu zwei Drittel aus Frauen, mit Andrea Heimberger als erster Direktorin an der Spitze und Gerda Landsiedl als ihre Stellvertreterin.


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