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LINZ. Kritik übt ein aktueller Bundesrechnungshof-Bericht zur Anpassung an den Klimawandel an der Landeshauptstadt Linz. Die Kritik werde ernst genommen, heißt es aus der Stadt.

Der Rechnungshof kritisiert das Fehlen eines Baumschutz-Gesetzes sowie von Untersuchungen bezüglich Hitzeinseln. Eine bekannte Hitzeinsel ist der Hauptplatz. (Foto: Weihbold)

Im Gegensatz zu anderen Ländern gab es in Oberösterreich keine gesetzliche Grund­lage für den Baumschutz auf privatem Grund – und damit auch in Linz nicht. Zudem ist der Anteil der Grünflächen mit rund 36 Prozent im Vergleich zu anderen Städten sehr niedrig. Auch kritisiert der Bericht, dass der „Leitfaden Hochhäuser“ der Stadt Linz zwar u.a. strömungstechnische Nachweise zum Erhalt der für die Stadt relevanten Durchlüftungskorridore verlangt, nicht jedoch Untersuchungen hinsichtlich der Bildung von Hitzeinseln. „Die Stadt Linz sollte zeitnah ein Klimawandelanpassungskonzept ausarbeiten und beschließen“, lautet eine Empfehlung des Rechnungshofes. Bei der Raumordnung sollen Frisch– und Kaltluftentstehungs­gebiete geschützt werden. „Wir nehmen die Empfehlungen des Rechnungshofes natürlich ernst. Die wesentlichste davon, jene nach einem Klimawandelanpassungskonzept, haben wir mit einem Gemeinderatsbeschluss zwischenzeitig umgesetzt“, betont Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). „Der Bericht stärkt uns den Rücken und empfiehlt klar, dass die Ergebnisse der Stadtklimaanalyse nun, wie im Mai beschlossen, konsequent umgesetzt werden müssen. Nur so können wir die Grünräume sowie die Frisch- und Kaltluftentstehungssysteme schützen. Aufbauend auf der Stadtklimaanalyse wird nun auch das Klimawandelanpassungskonzept für Linz in einem partizipativen Prozess ausgearbeitet. Für mich besonders wichtig: Auch der Bundesrechnungshof macht klar, dass wir endlich ein Baumschutzgesetz brauchen“, so die Grüne Umweltstadträtin Eva Schobesberger. „Die Kritikpunkte muss man ernst nehmen“, betont auch Vizebürgermeister Bernhard Baier. Diese seien in der Stadtplanung zu berücksichtigen.


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