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"Virus endet nicht an Landesgrenzen": Corona-Arbeitsgespräch zwischen Christine Haberlander und Stephan Pernkopf

Tips LogoOnlineredaktion Tips, 24.07.2021 21:15

OÖ. Bei einem Arbeitsgespräch tauschten sich Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Oberösterreichs LH-Stellvertreterin Christine Haberlander zu aktuellen Gesundheitsfragen aus. Vor allem der weitere Umgang in der Corona-Pandemie war Thema, aber auch der Zugang zum Medizinstudium.

Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Oberösterreichs LH-Stellvertreterin Christine Haberlander diskutierten aktuelle Gesundheitsfragen. Foto: NLK Schalhas

„40 Prozent aller Covid-Intensivpatienten wurden in unseren beiden Bundesländern betreut. Das Virus endet nicht an Landesgrenzen. Wir sind ein Wirtschafts- und Lebensraum, rund eine Million Menschen leben alleine zwischen Linz und St. Pölten“, betonen die beiden stellvertretenden Landeschefs die funktionierende Zusammenarbeit in der Gesundheitspolitik. 

Zusammenarbeit der Länder bei Vorbereitungen für Herbst notwendig

An Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein wurden folgende Forderungen gerichtet: „Es ist sicherlich notwendig, jetzt die Vorbereitungen für den Herbst zu treffen. Da ist ein gutes Miteinander, eine engere Einbindung der Länder von Nöten. Zum einen um zu sagen, was wir in den Ländern brauchen und was wir leisten können, zum zweiten, dass wir rechtzeitig wissen, was auf Bundesebene geplant ist.“

Nächste Schritte klarstellen

Es müsse unter Einbindung der Länder rasch klargestellt werden, wie es mit den dritten Impfungen, den Testungen und dem Schulstart weitergeht. “Gesundheitspolitik darf nicht an der Stadtgrenze haltmachen, daher haben wir vor allem auch den ländlichen Raum im Blick“. 

Zugang zu Medizinstudium überdenken

Auch die Forderung nach einem erleichterten Zugang zum Medizinstudium und mehr Studienplätzen wurde bei dem Gespräch betont: „Gerade die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig ausreichend medizinisches Personal in allen Regionen ist. Aktuell werden neun von zehn interessierte Jugendliche abgewiesen, obwohl wir gleichzeitig von Ärztemangel sprechen.“ Eine Idee wäre außerdem, soziale Tätigkeiten und medizinische Vorkenntnisse, wie etwa Zivildienst und Tätigkeiten beim Roten Kreuz, auch für die Aufnahme zu berücksichtigen.


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Dietbert Timmerer
Dietbert Timmerer
26.07.2021 00:15

Schleierhafte Haberlander

Die OÖ-Landesregierung hat sich doch gerade dafür eingesetzt, dass in Wels kein Medizinstudium läuft. Wie kann man dann über Ärztemangel klagen?