Digitale Notenplattform aus Linz begeistert 100.000 Musiker weltweit
LINZ. Der Linzer Klaviernoten-Abonnementdienst Oktav boomt mit seinem Konzept der digitalen Bereitstellung von Musiknoten. Mit der Kooperation mit dem weltweit größten Major Label Universal Music gelang zuletzt ein richtiger Coup.

David Kitzmüller, Gründer und CEO von Oktav, sagt: „Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit Faber Music (GB) und anderen renommierten Verlagen wie Alfred Music (USA) und Bärenreiter (DE). Zuletzt haben wir einen richtigen Coup gelandet – wir konnten mit der Universal Music Publishing Group das größte Major Label von einer Kooperation mit Oktav überzeugen. All dies hat unsere weltweite Expansion beschleunigt. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass digitalen Noten die Zukunft gehört.”
Nachfrage während der Pandemie gestiegen
Während der Pandemie ist die digitale Nachfrage nach Noten enorm gestiegen, wie Kitzmüller erklärt: „Nicht nur nützen viele Pianisten und Hobbymusiker unsere Auswahl an Stücken aller Genres. Während der Lockdown-Phasen haben zahlreiche Menschen wieder intensiver zu musizieren begonnen und dafür Noten gesucht. Auf Oktav sind mehr als 20.000 Stücke digital abrufbar, und jede Woche kommen rund 100 neue dazu.”
Dies macht das Linzer Unternehmen zur schnellst wachsenden Notenplattform weltweit, mit mehr als 100.000 Kunden. Kitzmüller: „Unsere Abonnenten fragen ständig neues Notenmaterial nach. Aus Sicht der Musikverlage hat Oktav den Vorteil, dass Werke direkt dort publiziert werden, wo sie nachgefragt werden.” Mit dem automatisierten Abrechnungssystem von Oktav wird genau erfasst, welche Musikstücke genutzt wurden – Songwriter/Komponisten und Verlage werden fair beteiligt. Die Plattform sehe ihr Angebot auch als Beitrag zum Erhalt des Kulturguts Musiknoten, so Kitzmüller: „Viele Abonnenten berichten, dass sie dank Oktav mehr Zeit am Klavier verbringen, sich mit neuen Stücken beschäftigen und mehr Freude am Instrument erleben.“
Neue Chance für Musikverlage
Musikverlage setzten bisher größtenteils auf den Verkauf oder Verleih gedruckter Musiknoten über traditionelle Vertriebskanäle – und steckten damit schon vor Corona in der Krise. Umsatzeinbrüche durch Konzertabsagen und geschlossene Läden während der Lockdowns verschärften die Lage noch zusätzlich. „Die Absage von Konzerten hat bis zu 80 Prozent Einbußen im Bereich der Aufführungslizenzen und des Notenverleihs gebracht“, wissen Kitzmüller und Luong über die Zukunfts-Perspektiven für ihr wachsendes Unternehmen.


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