SPÖ/Grüne/Neos: „Im Rennen gegen die Pandemie zählt in OÖ bereits jede Stunde“

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 11.11.2021 14:21 Uhr

LINZ/OÖ. In einer gemeinsamen Erklärung zur eskalierenden Corona-Situation in Oberösterreich appellierten am Donnerstag Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ), Neos-Chef Felix Eypeltauer und Stefan Kaineder von den Grünen an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen und kritisieren Landeshauptmann Thomas Stelzer und seinen Regierungspartner FPÖ einmal mehr scharf.

Birgit Gerstorfer (SPÖ):

„Wir wissen, wie die Auslastung in den Krankenhäusern zur Stunde ist und dass wir eine sehr dramatische Situation haben, die betroffen macht, auch, weil sie vorabsehbar war. Es gibt einen Verantwortlichen dafür und der heißt Landeshauptmann Thomas Stelzer, der die Pandemiebekämpfung verschlafen hat und jetzt dafür die Rechnung präsentiert bekommt.“ 

„Von der FPÖ hören wir nur Stille, die ÖVP hat ihren Regierungspartner nicht ins Boot bekommen und es nicht geschafft, eine gemeinsame Aufforderung zum Impfen zu machen.“

„In Oberösterreich wird der nächste Lockdown sicher Stelzer-Lockdown heißen, wenn es wirklich soweit kommt. Wenn die Situation weiter eskaliert, muss man sich auch die Frage stellen, ob der Landeshauptmann noch tragbar ist.“

Stefan Kaineder (Grüne):

„Wir haben gestern nach einem Krisengipfel mit dem Gesundheitsminister bei den Statements der Landeshauptleute aus OÖ und Salzburg die Dringlichkeit vermisst, die angebracht wäre. Diese Dringlichkeit wollen wir heute betonen: Es ist ernst, bitte lassen Sie sich impfen. Wir schlittern quasi gerade ungeschützt in einen Coronawinter.„

„Es ist ein großer Schaden nicht nur für die Spitäler, sondern auch für die Wirtschaft. Wir wollen gemeinsam betonen, dass die Impfung die einzige Möglichkeit gegen die Pandemie ist.“

„Wir müssen das Rennen gegen die Pandemie gewinnen. In Oberösterreich zählt mittlerweile jede Stunde.“ 

Felix Expeltauer (Neos):

„Lassen Sie sich impfen. Die Impfung ist sicher und der einzige Weg aus der Krise. Diesen Appell hätte der Landeshauptmann schon im Sommer an die Bevölkerung richten sollen. Man hat im Sommer im Sinne der Ruhe vor der Wahl vieles verabsäumt, obwohl klar war, dass wir auf eine vierte Welle im Herbst zusteuern. Die Verantwortung dafür trägt der Regierungschef und die Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander.“ 

„Das Dahinstolpern in Sachen Maßnahmen ist eines Landeshauptmanns nicht würdig. Ein Lockdown für Ungeimpfte, wie er jetzt kolportiert wird, ist außerdem verfassungsrechtlich äußerst fraglich.“

Die Neos haben im Landtag nächsten Donnerstag eine dringliche Anfrage an LH Thomas Stelzer eingebracht, welche Maßnahmen nun wirklich jetzt angegangen werden, Anm.

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