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Mit Lieferkettengesetz sollen Unternehmen ökologische und soziale Verantwortung übernehmen

Nicole Dirnberger, 09.12.2021 15:53

OÖ. Die Globalisierung in den letzten Jahrzehnten hat vor allem die Industrieländer weltweit zu immer mehr Wohlstand gebracht. Entwicklungsländer konnten bisher nur wenig von dieser Entwicklung profitieren. Schlimmer noch ist, dass global agierende Konzerne aus Profitgier in ihren Lieferketten Ausbeutung, Umweltzerstörung, Landraub, Kinderarbeit, illegale Abholzung oder Tierqualen oftmals akzeptieren beziehungsweise totschweigen und nur schwer zur Rechenschaft gezogen werden können.

Im Bild: Veronika Bohrn Mena, Landesrat Stefan Kaineder und Betten Reiter-Geschäftsführer Peter Hildebrand. Foto: Land OÖ

Im Europäischen Parlament hat man sich bereits parteiübergreifend für ein Lieferkettengesetz ausgesprochen. Laut aktuellen Informationen soll die EU-Kommission demnächst einen Gesetzesentwurf dazu vorlegen. Damit private Unternehmen für ihre Lieferketten ökologische und soziale Verantwortung übernehmen, braucht es klare rechtliche Rahmenbedingungen.

„Ganz Österreich versinkt nun in einer weißen Schneedecke. Viele haben nicht das Privileg sich in eine warme Bettdecke zu kuscheln. Es ist nicht egal was wir kaufen und wo es produziert wird“, erklärt Umwelt- und Klimalandesrat Stefan Kaineder. Und weiter:  „Unter welchen Bedingungen die Regale eingeräumt und produziert wird, und was auf den Produkten stehen soll, das ist eine Frage der Politik“. 

Die Initiative Lieferkettengesetz Österreich setzt sich dafür ein, dass Konzerne bei Menschenrechtsverstößen und Umweltzerstörung haften müssen. Außerdem will die Initiative mit einem „Lieferkettenatlas“ künftig aufzeigen, wo ausbeuterische und umweltzerstörerische Lieferketten von multinational agierenden Konzernen vorliegen. „Es geht darum, dass wenn wir etwas kaufen wir nicht wissen woher das ist.“

Betten Reiter produziert vegan, regional und umweltschonend

Betten Reiter ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und setzt sich aktiv für den Umweltschutz sein. Themen wie faire Arbeitsbedingungen, Tierschutz oder Umwelt sind Geschäftsführer Peter Hildebrand wichtig. „Ein erfolgreiches Geschäftsmodell kann und darf nicht negative Auswirkungen auf diese Faktoren haben“, so Hildebrand. Für ihn ist es daher selbstverständlich, die Initiative für ein Lieferkettengesetz zu unterstützen. Die Reiter Tierschutzgarantie, die seit 2010 umgesetzt wird und das Siegel „Downpass“, das es seit 2017 gibt, garantieren den Kunden, dass die Daunen und Federn nicht aus Lebendrupf oder von zwangsgefütterten Tieren stammen.

Der umweltschonende Anbau von Baumwolle ist dem Heimtextilien-Experten ein weiteres Anliegen. Denn was vielen Konsumenten nicht bewusst ist: Der Einsatz von Pestiziden ist beim Großflächenanbau weit verbreitet. Giftige Substanzen gelangen so in das Grundwasser. Zudem stellen die sozialen Standards in vielen Anbaugebieten ein Problem dar. Der Heimtextilien-Spezialist mit eigener Manufaktur in Leonding setzt daher seit dem Jahr 2007 auf Fairtrade-zertifizierte Baumwolle.

In der hauseigenen Manufaktur in Leonding werden seit 1992 regional Steppwaren erzeugt! Vorher erfolgte die Produktion in Linz! Seit November 2007 werden Fairtrade-zertifizierte Baumwollprodukte hergestellt. Stolz ist Hildebrand auf die vegane Produktlinie. Diese veganen Manufaktur-Produkte werden von der Österreichischen Veganen Gesellschaft zertifiziert.


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