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LINZ/OÖ. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger und Gesundheitsstadtrat Michael Raml fordern vom Land Oberösterreich die umgehende Aufstockung der PCR-Testkapazitäten.

Täglich sind tausende Linzer auf die rasche Auswertung ihrer Tests angewiesen, viele davon warten aber vergeblich. (Foto: Giovanni Cancemi/Shutterstock)

Scharfe Kritik an der derzeitigen PCR-Testsituation in Oberösterreich: So seien tagelange Wartezeiten oder vollkommen ausbleibende PCR-Testergebnisse aufgrund überlasteter Labore nicht akzeptabel. Als Ursache für das PCR-Testchaos orten Luger und Raml ungenutzte Kapazitäten bei zusätzlichen Anbietern von PCR-Tests. Während das Land Oberösterreich als zuständige Auftraggeberin eine Beauftragung von zusätzlichen Testlaboren zur Auswertung von PCR-Tests aus vergaberechtlichen Gründen ablehnt, pochen Luger und Raml auf eine unbürokratische, rasche Aufstockung der Kapazitäten.

„Umgehendes Handeln gefordert“

„Mit einer Reproduktionszahl von aktuell etwa 1,5 ist umgehendes Handeln gefordert. 100 mit Covid-19 infizierte Personen stecken derzeit theoretisch 150 weitere Personen an. Neben dem Schutz der Gesundheit der Menschen, welcher absolut im Vordergrund steht, sind ausreichende PCR-Testmöglichkeiten auch ein wirtschaftlicher Faktor: Arbeitnehmer warten unnötig lange in Ungewissheit auf ihren Teststatus. Unternehmen hingegen verlieren in der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Lage häufig auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wegen fehlender PCR-Ergebnisse länger als nötig in Quarantäne verharren müssen. Bürokratie darf hier nicht als Ausrede dienen!“, appelliert Bürgermeister Klaus Luger an das Land Oberösterreich, zusätzliche PCR-Labore zu beauftragen.

Vergebliches Warten auf Test-Auswertung

Gesundheitsstadtrat Michael Raml ergänzt: „Täglich sind tausende Linzer auf die rasche Auswertung ihrer Tests angewiesen, viele davon warten aber vergeblich. Es müssen daher sofort weitere Laboratorien eingebunden werden, um die Auswertung von PCR-Tests zu beschleunigen. Das Vergaberecht darf dabei kein Hindernis oder Ausrede darstellen. Ich bin mir sicher, dass Land OÖ dieses Problem überwinden kann, sofern bei den Zuständigen ein Wille dafür vorhanden ist.“

Angespannte Lage auch rund um PCR-Testungen an den Schulen

„Inmitten der Omikron-Welle bricht das Testsystem an den Linzer Schulen zusammen. Erneut werden das Versagen des Bildungsministeriums und das schwache Krisenmanagement der Bildungsdirektion auf dem Rücken von Kindern, Bildungspersonal und Eltern ausgetragen. Tageslanges Warten auf PCR-Testergebnisse sowie unklares Vorgehen bei Quarantäne und Distance Learning machen einen Schulalltag unmöglich. Dass es nach mittlerweile fast zwei Jahren Pandemie immer noch zu solchen Zuständen kommt, ist untragbar. Die einzige Konstante in dieser Pandemie ist der Pleiten-, Pech- und Pannendienst von Ministerium und Bildungsdirektion“, fassen die beiden Pädagoginnen und Gemeinderätinnen Sarah Fechter und Anna Weghuber zusammen. 

Als unabdingbare Mindestlösung betrachten Weghuber und Fechter die Sicherung des Distance Learning. Weiters plädieren beide Expertinnen für die konsequente Wiedereinführung der Unterrichtspflicht, sodass es Eltern nicht mehr freigestellt ist, ihre Kinder in die Schule zu schicken.

„Es kann nicht sein, dass sich die Schüler immer noch aussuchen können, ob sie am Unterricht teilnehmen wollen oder nicht. Trotz dieses Wirrwarrs darf die Unterrichtspflicht nicht vernachlässigt werden“, betont Gemeinderätin Weghuber. „Wir wollen unseren Kindern ja beibringen, dass sie Pflichten erfüllen müssen, damit ein System, eine Gesellschaft funktioniert. Was sie aktuell vermittelt bekommen, ist Chaos und widersprüchliche Vorgaben“.

Das gesamte Test-Angebot in der Stadt Linz ist online unter www.linz.at/corona-test zu finden.


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