Stelzer: „Die Regionalförderungen sind ein echtes Erfolgsprogramm“

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Jürgen Affenzeller Tips Redaktion Jürgen Affenzeller, 28.06.2022 18:55 Uhr

BRÜSSEL/LINZ. Ein dichtes Programm absolvierte Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) bei seiner zweitägigen Delegationsreise nach Brüssel. Im Mittelpunkt standen Gespräche über die aktuelle Energiekrise und der Spagat zwischen Klimazielen und Erhaltung der Arbeitsplätze.

Dass auch ein hoch entwickelter Standort wie Oberösterreich Unterstützung aus der EU benötigt, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer in zahlreichen Gesprächen in Brüssel. Neben hochrangigen Vertretern aus Industrie, Wirtschaft und Politik traf Stelzer auch die für Regionalförderung zuständige EU-Kommissarin Elisa Ferreira. Für die aktuelle Periode bis 2027 wächst die Fördersumme auf rund 123 Millionen, mit den 103 Millionen der vergangenen Periode konnten 385 Projekte zu den Themen Forschung und Entwicklung, KMU, Tourismus, Energieeffizienz, CO₂-Reduktion sowie nachhaltige Stadtentwicklung gefördert werden.

Spagat zwischen Klimazielen und Erhaltung der Arbeitsplätze

„Es geht für uns als Industriestandort nicht darum, darüber zu debattieren, ob es sinnvoll ist, die Klimaziele zu erreichen oder nicht. Das steht ja völlig außer Frage, dass wir sie erreichen wollen. Aber können und wollen wir sie weiterhin als Wohlstands- und Arbeitsplatzregion erreichen oder setzen wir uns zeitlich so ehrgeizige Ziele, dass wir Schritt für Schritt Arbeitsplätze abbauen? Am Ende geht es darum, die Arbeitsplätze zu erhalten“, mit diesen Worten macht Landeshauptmann Thomas Stelzer auf den Spagat aufmerksam, den es zu bewältigen gilt. Man war sich einig, dass es nicht reicht, die fossilen Energieträger abzulehnen, aber keinen Plan zu haben, wie dieses Delta ersetzt werden kann. Auch die Problematik der Leitungen wurde diskutiert: „Es geht nicht nur um die Aufbringung der erneuerbaren Energien, es geht auch um das Thema, wie kann ich diese Energie transportieren“, so Stelzer.

Stahl spielt eine große Rolle

Unabhängig machen von russischen Importen und Fossilen: hier spielt Stahl eine große Rolle. Generaldirektor Axel Eggert von der EUROFER (European Steel Association) bekräftigt: „Die Stahlindustrie Österreichs ist für uns als Verband sehr wichtig, die voestalpine gehört weltweit zu den Top-Stahlunternehmen. Wichtig ist, dass die Stahlindustrie die Chance hat, in Europa bestehen zu bleiben. Der Krieg Russlands in der Ukraine hat gezeigt, dass Europa unabhängig sein können muss. Wir müssen uns besser bei den Lieferketten diversifizieren und die Wertschöpfungsketten in Europa stärken. Es ist ein ganz klares Ziel der Stahlindustrie in Europa, klimaneutral zu werden. Wir haben Ziele für das Jahr 2030 festgelegt und wollen unsere Emissionen um 30 Prozent senken. Wir würden damit gegenüber 1990 diese 55 Prozent, die Europa sich für 2030 gesetzt hat, überschreiten. Das funktioniert aber nur, wenn wir die Infrastruktur für CO₂-arme Energie zur Verfügung gestellt bekommen. Wir brauchen CO₂-freien Strom oder Wasserstoff.“

Hoffnungsträger Wasserstoff

Jorgo Chatzimarkakis, Generalsekretär von Hydrogen Europe, ist überzeugt: „Wir haben mit dem Fit for 55-Paket, dem großen Gesetzeswerk für den europäischen Green Deal, und dem Wasserstoffpaket beste Voraussetzungen für alle, die in Wasserstoff investieren oder ihn nutzen wollen.“ Er ergänzt die Notwendigkeit der Zusammenarbeit innerhalb der EU und die Wichtigkeit von Pipelines mit Wasserstoff. Für Betriebe wie die voestalpine wird Österreich alleine nicht ausreichend Wasserstoff produzieren können.

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