Zwei Großprojekte auf Schiene
LINZ. In den kommenden Jahren stehen rund um den Europaplatz mehrere Großprojekte an: Ganz konkret auf Schiene sind bereits die neue Zentrale der Raiffeisenlandesbank und das Bürogebäude „Franck Kontor“.

Da das rund 45 Jahre alte Stammhaus am Linzer Europaplatz/Südbahnhofmarkt nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht und eine komplette Sanierung aus baulicher Sicht zu aufwändig gewesen wäre, plant die Raiffeisenlandesbank OÖ (RLB OÖ), die neue Firmenzentrale am benachbarten Grundstück und derzeitigen Standort des XXXLutz zu errichten. 2019 wurde dann das Siegerprojekt bei einem Architektenwettbewerb ermittelt. Das achtgeschoßige Gebäude mit spezieller Element-Glasfassade bietet mit einer Nutzfläche von rund 24.000 Quadratmetern Platz für ein repräsentatives Foyer, großzügige Kundenbegegnungszonen, einen Veranstaltungs- und Konferenzbereich sowie Arbeitsplätze für rund 1.000 Mitarbeiter der Raiffeisenlandesbank OÖ. Kernpunkt des Konzeptes ist darüber hinaus ein im Erdgeschoß integriertes Gastronomie- und Geschäftsangebot, das nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Auch Grünanlagen sind Teil des Plans. Am Zeitplan wird derzeit nicht gerüttelt: „Als groben Zeitplan haben wir als Fertigstellungszeitpunkt das Jahr 2025 geplant“, informierte RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller im Rahmen der Präsentation der Pläne. Diese befinden sich derzeit auf Kurs, heißt es von Seiten der RLB. Jedoch hänge der Baustart davon ab, wann das Möbelhaus an seinen neuen Standort ziehen kann.
Verkehrsknotenpunkt inPlanung
In direkter Nachbarschaft plant die RLB OÖ-Immobilientochter Real Treuhand die Errichtung eines modernen Geschäfts- und Bürogebäudes, „Franck Kontor“, in der Franckstraße 6-8. Die Liegenschaft grenzt direkt an das Nestlé Produktionsgelände an. Vorgesehen ist ein achtgeschoßiges Gebäude mit 21.000 Quadratmetern Büro- (in zwei Bauabschnitten) sowie 7.300 Quadratmetern Geschäftsfläche. Mehrere Einzelkörper verbinden sich auf unterschiedlichen Ebenen zu einem Komplex, der sich über neun Geschoße (1. Untergeschoß bis 7. Obergeschoß) erstreckt. Der Name soll dem Standort im Franckviertel Rechnung tragen.
War der Bau ursprünglich von Mitte 2018 bis Herbst 2020 geplant, hat sich dies verzögert. Geplanter Baubeginn ist Ende 2023. Denn: „Derzeit herrscht ein intensiver Austausch mit den ÖBB zwecks Einbindung an den geplanten Nahverkehrsknoten Lastenstraße“, heißt es von Seiten der RLB. Im Zuge der neuen Streckenführung der Westbahn soll auch der neue Umstiegsknoten Linz-Franckstraße im Bereich der Bahnunterführung Lastenstraße realisiert werden. Der neue Nahverkehrsknoten Lastenstraße/Franckstraße wird ein Fahrgastpotenzial für circa 8.000 Fahrgäste bieten. Der Hauptbahnhof soll dadurch um knapp 20 Prozent entlastet werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden