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LINZ. Die WSF Privatstiftung plant in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Linz und dem Denkmalamt die Sanierung der bestehenden Gebäude in der ehemaligen Hiller Kaserne. Eines der Gebäude wird dabei sogar so weit wie möglich in den ursprünglichen Zustand zurückgebaut.

Symbolfoto (Foto: wsf)
Symbolfoto (Foto: wsf)

Insgesamt befinden sich 11 denkmalgeschützte Gebäude in der ehemaligen Hiller Kaserne. Anstatt bestehende Gebäude verfallen zu lassen, möchte die WSF Privatstiftung die bestehenden Strukturen revitalisieren. „Jedes Jahr verschlechtert sich die Bausubstanz, wenn die Gebäude weiterhin leer stehen“, so Vorstandsvorsitzender Georg-Adam Starhemberg. Seit 2016 steht die WSF Privatstiftung im engen Austausch mit der Stadt Linz und dem Denkmalamt. Die einzelnen Gebäude befinden sich in unterschiedlichen Zuständen. Deshalb ist ein Gesamtkonzept ausgearbeitet worden, welche eine nachhaltige Sanierung aller Gebäude vorsieht. „Alle habenein gemeinsames Ziel: die Denkmalwerte dieser Anlage zu bewahren und ihre Geschichte weiter zu schreiben. Trotz der Komplexität der denkmalfachlichen Themen gelingt dies sehr gut“, so Landeskonservatorin Petra Weiss

Behutsam Wohnraum schaffen

Eines der Gebäude wird dabei so weit wie möglich in den ursprünglichen Zustand aus dem Jahr 1942 zurückgebaut. Die Gebäude werden mit 3-fach verglasten Holzfenster, Balkonen und Niedertemperatur-Technik ausgestattet. In allen Gebäuden wird auf mineralölbasierte Dämmstoffe verzichtet.

Mit der Stadt Linz ist man daher in enger Abstimmung für die Umnutzung der bestehenden Gebäude. Teilumwidmungsansuchen und Bebauungsplan werden derzeit geprüft. Von den 11 denkmalgeschützten Gebäuden soll in Zukunft ein Gebäude als Büro genützt werden und Arbeitsplätze nach Ebelsberg bringen. Ein weiteres Gebäude soll in einen Kindergarten und 9 Gebäude zu Wohnhäusern umgebaut werden. Das Ziel sind Arbeitsplätze und leistbare Wohnungen vor Ort anzubieten. Dabei werden Mietwohnungen mit 2, 3 und 4 Zimmer entwickelt. Die Raumhöhe beträgt 3,2 Meter und jede Wohnung bekommt ihren eigenen Freibereich (Balkon oder Garten). Mit dem Prinzip der Schwammstadt werden die Oberflächenwässer vor Ort gespeichert und den Pflanzen wieder zur Verfügung gestellt.

„Es werden bestehende Flächen bestmöglich genutzt. Die sensible Modernisierung der denkmalgeschützten Objekte ist dabei vorbildlich für das ganze Land“, sind Bürgermeister Klaus Luger und Planungsstadtrat Dietmar Prammer überzeugt.

Grünraumkonzept wird erarbeitet

Vorschläge für einen qualitätsvollen Grünraum werden derzeit von der renommierten Landschaftsplanerin Carla Lo entwickelt. Das gesamte Planungsgebiet für den neuen Stadtteil umfasst circa 330.000 Quadratmeter und wird von den Wohnbaugesellschaften WAG, GIWOG, Neue Heimat sowie der WSF Privatstiftung entwickelt. Mit mehr als 3.000 Wohnungen wird hier Lebens- und Wohnraum für mehr als 6.000 Personen geschaffen.


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