Programmierfabrik kauft Mehrheit an InfraSoft

Anna Fessler Tips Redaktion Anna Fessler, 26.07.2022 14:43 Uhr

LINZ/WIEN/HAGENBERG. Die InfraSoft Datenservice GesmbH hat einen neuen Mehrheitseigentümer: Die Programmierfabrik GmbH aus Linz übernimmt, vorbehaltlich der Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde, 90 Prozent der Anteile am Wiener IT-Dienstleister.

Nach dem unerwarteten Ab­leben von InfraSoft-Gründer, -Mehrheitseigentümer und -Geschäftsführer Peter Fleischmann im September vergangenen Jahres sollen mit der Übernahme die Weichen für die Weiterentwicklung des Unternehmens am Firmensitz mit allen 74 Mit­arbeitern gestellt werden. Die 1988 gegründete InfraSoft Datenservice arbeitet als klassisches IT-Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Entwicklung, Systemadministration, Organisation und Projektmanagement zusammen. Zuletzt wurde ein Umsatz von rund 8 Millionen Euro erzielt.

Erwartungen von Vorteilen für beide Seiten

InfraSoft-Geschäftsführer Heinz Tuma behält weiterhin zehn Prozent der Unternehmensanteile und bleibt operativ hauptverant­wortlich. Programmierfabrik-Geschäftsführer Wilfried Seyruck rückt nach erfolgter Beteiligung in die Ge­schäftsführung von InfraSoft auf. Sowohl Tuma als auch Seyruck erwarten durch die Mehrheitsübernahme für beide Unternehmen eine Stärkung der Position am wettbewerbsintensiven Markt für IT-Dienstleistungen.

Kaufsumme nicht bekannt

Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Übernommen hat die Programmierfabrik jene 90 Prozent der InfraSoft-Anteile, die zuvor von Anna Fleischmann, der Gattin von Gründer Peter Fleischmann, sowie vom ausgeschiedenen Gründungsgesellschafter Klaus und dessen Gattin Andrea Rogetzer gehalten wurden.

Standorte in Linz, Wien und Hagenberg

Die Programmierfabrik wurde 1993 von Wilfried Seyruck gegründet und entwickelt als Systemhaus Standard-Software für Gemeinden und Pathologien von Krankenanstalten. Die Unterstützung bei der Entwicklung sowie der Wartung von Software- und Business-Intelligence-Lösungen ist eine weitere Säule des Geschäftsmodells. Die dritte ist die Entwicklung von Individual-Software und die Bereitstellung von nicht selbst entwickelten Software-as-a-Service (SaaS) Lösungen für den HR-Bereich. Mit Standorten in Linz, Wien sowie im Softwarepark Hagenberg und insgesamt rund 140 Mitarbeitern erzielte die Programmierfabrik im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 20 Millionen Euro.

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