Betrieb im Landhaus läuft auch bei Stromausfall weiter - Test der Notstromversorgung hat Funktionsfähigkeit
LINZ. Auch bei einem Blackout – einem großflächigen, länger andauernden Stromausfall – gehen im Linzer Landhaus nicht die Lichter aus. Das hat ein umfassender Test der Notstromversorgung während des Vollbetriebs und damit unter Echtbedingungen gezeigt.

„Natürlich hoffen wir darauf, dass ein Blackout nie eintritt“, so der Landesamtsdirektor Erich Watzl: „Dennoch liegt es in unserer Verantwortung, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.“ So hat man die externe Stromversorgung des Landhauses abgeschaltet.
Alle Server und Computer sind weitergelaufen
Daraufhin haben zwei Notstromanlagen die Versorgung übernommen: Eine Dieselanlage mit einer Leistung von 200 Kilovoltampere oder rund 270 PS hat die unterbrechungsfreie Versorgung des Stromnetzes für die gesamte EDV gewährleistet. „Alle Server und Computer an diesem Stromkreis sind ohne Unterbrechung weitergelaufen“, erklärt Watzl.
Ein weiteres Dieselaggregat mit ebenso 200 Kilovoltampere Leistung versorgt das Netz für die anderen elektrischen Geräte und Anlagen wie etwa Licht, Heizung und Ähnliches.
„Diese Anlage ist beim ersten Abschalten des Stroms aber nicht automatisch angesprungen“, berichtet der Landesamtsdirektor. Daraufhin habe man technische Nachjustierungen vorgenommen. „Bei zwei weiteren Tests hat dann alles tadellos geklappt“ fügt Watzl hinzu.
Erkenntnisgewinn, um das System zu perfektionieren
Damit habe der groß angelegte Ausfallstest „genau jenen Erkenntnisgewinn geliefert, den wir gebraucht haben, um das System zu perfektionieren“, so Watzl.
Für die Dieselversorgung sorgen drei Tanks mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 2600 Litern. Der Test endete plangemäß am Donnerstagvormittag nach einer Laufzeit von 24 Stunden.
„Somit ist gewährleistet, dass das Landhaus als politisches Zentrum Oberösterreichs sowie als Zentrale des Krisenstabes auch dann funktioniert und für die Bürgerinnen und Bürger da sein kann, wenn es keine externe Stromversorgung gibt“, betont Watzl.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden