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LINZ. Der Klimabeirat der Stadt Linz wurde mit der neuen Periode bis Ende 2024 neu besetzt. Im November versammelte sich der neu konstituierte Beirat zum ersten Mal und bewertete insgesamt elf neu eingereichte Projekte. Neun davon erhielten eine Empfehlung als „förderwürdig“.

Der Klimabeirat der Stadt Linz hat sich neu aufgestellt. (Foto: AnnaRudnitskaya/stock.adobe.com)
Der Klimabeirat der Stadt Linz hat sich neu aufgestellt. (Foto: AnnaRudnitskaya/stock.adobe.com)

Der Klimabeirat berät den Stadtsenat im Hinblick auf klimarelevante Projekte und fungiert als Beratungsgremium für städtische Gremien. Er setzt sich aus dem Klimakoordinator der Stadt Linz, Oliver Schrot, als nicht-stimmberechtigtes Mitglied und acht unabhängigen Experten zusammen. Die Expertise soll dabei möglichst breit gefächert sein. Für die aktuelle Periode bis Ende 2024 sind neben Klimakoordinator Oliver Schrot folgende Personen Teil des Klimabeirats:

  • Erika Wagner, Expertin für Umweltrecht
  • Horst Steinmüller, Experte für Erneuerbare Energien
  • Simon Tschannett, Experte für Meteorologie
  • Philipp Wintersberger, Experte für automatisiertes Fahren
  • Jasmine Chansri, Expertin für Zivilgesellschaft
  • Helmut Kreiner, Experte für Nachhaltiges Bauen
  • Marianne Dobner, Expertin für Klimabildung, Klimakommunikation
  • Gerlinde Larndorfer-Armbruster, Expertin für Boden- und Klimaschutz

Neun Projekte „förderwürdig“: Klimasoziales Linz und Temperaturmessung

Im November wurden elf Projekte bewertet, die in den Klimafonds der Stadt Linz eingereichte Fördersumme belief sich auf knapp 900.000 Euro. Neun Projekte wurden von den Experten positiv - im Sinne einer Förderwürdigkeit - beurteilt. So etwa das Vorhaben „Klimasoziales Linz“, das mit einer Förderung von 112.426 Euro die Verknüpfung der Klimakrise mit der sozialen Krise aufzeigen soll.

Mit 97.000 Euro sollen bei einem weiteren, neu eingereichten Projekt 50 Standorte für die Temperaturmessungen mittels externen Beauftragung festgelegt werden. Daraus sollen vertiefte Information über das Linzer Stadtklima erforscht werden, die Abteilung Stadtklimatologie und Umwelt wird dabei fachlich unterstützen.

Klimabildungsoffensive im Magistrat und Klimafreundliches Studierendenheim

Zu den als förderwürdig bewerteten Projekten gehören auch zwei stadteigene: Eines der Vorhaben, „Denke global - handle lokal“, soll ein breites Bewusstsein für die Mitarbeiter der Stadt Linz schaffen. Mittels einem online learning tool, Workshops und Experten-Vorträgen soll eine Klimabildungsoffensive im Magistrat Linz stattfinden. Dafür wurde eine Förderhöhe von 30.000 Euro vorgeschlagen.

Mit 220.800 Euro liegt das Projekt „WIST Heim ‚Barbara‘ – Neue Wege für eine klimaneutrale Stadt“ an der Spitze, was die angedachte Förderhöhe angeht. Geplant ist eine klimafreundliche Sanierung des Studierendenheims, außerdem soll eine Anlage zur Erzeugung von Erneuerbarer Energie eingerichtet werden, auch E-Ladestationen. Für die Umsetzung dieser und weiterer Klimamaßnahmen werden die Bewohner des Heims aktiv zur Umgestaltung eingeladen. Das Vorhaben habe großes Potential, ein Leuchtturmprojekt zu werden, meint Bürgermeister Klaus Luger dazu.

In den kommenden Stadtsenat- und Gemeinderatssitzungen werden die Projekte zur Beschlussfassung vorgelegt.


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