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Innenstadtkonzept: Kritik an Verkehrsberuhigung und Vorgehensweise

Anna Fessler, 18.01.2023 10:48

LINZ. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Planungsstadtrat Dietmar Prammer (SPÖ) kündigten, wie berichtet, am Dienstag ein neues Innenstadtkonzept an. Beinahe alle städtischen Ressorts sind betroffen. Die Kooperation aller beteiligten Stadtregierungsmitglieder sei daher von besonderer Bedeutung, sagte Luger. Aus der Stadtpolitik kamen erste kritische Reaktionen.

Innenstadtkonzept: Die Verkehrsberuhigung soll über den autofreien Hauptplatz hinaus gehen. (Foto: Volker Weihbold)
Innenstadtkonzept: Die Verkehrsberuhigung soll über den autofreien Hauptplatz hinaus gehen. (Foto: Volker Weihbold)

Man dürfe nicht auf die Autobesitzer vergessen, fordert der freiheitliche Gemeinderat Manuel Danner. Er begrüßt zwar, dass die Innenstadt attraktiviert werden soll, dabei dürfe man aber nicht die Interessen autobesitzender Anrainer vergessen. „Im Gegensatz zu Einkaufszentren ist in der Innenstadt nämlich auch besonders auf die Lebensqualität der Anrainer zu achten. Und dazu gehört vor allem die Möglichkeit einer flexiblen Mobilität – auch in Form eines funktionierenden Individualverkehrs“, so Danner.

Klare Bekenntnis zur Verkehrsberuhigung

Luger und Prammer dagegen sprachen sich für eine Verkehrsberuhigung der gesamten Innenstadt aus. „Innenstadt“ bedeutet in diesem Fall das Areal, dass durch die Donau, die Gruberstraße, die Blumauerstraße und die Waldeggstraße begrenzt wird. Beide glauben nicht an ein „Ausweichen“ auf Einkaufszentren aufgrund mangelnder Parkplätze in der Innenstadt. „Shoppingcenter sind Imitate einer Innenstadt. Ich glaube, dass wir Innenstadt besser können als Shoppingcenter“, sagt der Planungsstadtrat.

ÖVP: Entwicklung kann nur gemeinsam gelingen

Vizebürgermeister Verkehrsreferent Martin Hajart (ÖVP) sieht in der Ankündigung einen Vorstoß Einzelner. Man brauche ein gemeinsames Vorgehen, dieses „wird zwar immer angekündigt, aber bisher sind den Worten keine Taten gefolgt. Das muss sich ändern, sonst bekommen wir die Probleme nicht in den Griff.“, sagt Hajart. Er sieht die größte Herausforderung in der südlichen Landstraße nicht in der Konkurrenz durch den Online-Handel, sondern im subjektiven Sicherheitsgefühl der Linzer. Gerade im Bereich Volksgarten brauche es rasch Lösungen betreffend der Sicherheit. Hajart betonte, dass er für die Zusammenarbeit offen ist – „aber auf Augenhöhe und mit allen Betroffenen.“

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