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LINZ. Tips berichtete in der fünften Ausgabe des neuen Jahres im Artikel „Linzer verwundert über Abriss-Serie“ über die Diskussionen rund um die „Abrisspolitik“ in der Stadt – auch im Hinblick auf den Denkmalschutz. Nach weiteren Medienberichten über Abrisse in Linz fordert die Linzer KPÖ nun in einer Resolution an das Land Oberösterreich eine Nachschärfung der Bauordnung.

Die Abrisse von Gründerzeithäusern und historischer Bausubstanz fällt besonders im Neustadtviertel auf. (Foto: KPÖ Linz)

Konkret fordert die KPÖ, dass der Abriss von Gebäuden, die vor 1945 errichtet wurden, erst nach einer ausdrücklichen Bewilligung zugelassen werden. Dazu bringt die Fraktion einen entsprechenden Antrag in die nächste Gemeinderatssitzung ein.

Bauordnung führe in der Praxis zu keiner Einschränkung von Abrissen

Laut KPÖ gibt es in Linz derzeit 554 denkmalgeschützte Objekte, die einem besonderen Schutz unterliegen. Die oberösterreichische Bauordnung sieht vor, dass eine Baubewilligung zu untersagen ist, wenn die Instandhaltung wirtschaftlich vertretbar und an der Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht - auch bei nicht denkmalgeschützten Gebäuden. In der Praxis habe diese rechtliche Vorgabe in der Vergangenheit aber zu keiner Einschränkung der Abbruchtätigkeiten geführt, so die KPÖ Linz.

Besserer Schutz nach Wiener und Salzburger Vorbild gefordert

Die Partei fordert daher einen besseren Schutz - nach Wiener Vorbild - für historische Gebäude. In Salzburg etwa wird die alte Bausubstanz durch das Salzburger Altstadterhaltungsgesetz geschützt. Für Oberösterreich fordert die KPÖ eine Nachschärfung der Bauordnung, auch um den Vorrang für Sanierung stärker umzusetzen. Mittels „Klima-Check“ soll künftig die Ökobilanz bei Abriss und Neubau überprüft werden.

„Klima-Check“ für Abriss und Neubau

„Auch beim Bauen sollte auf die Bedeutung von Ressourcenschonung und Klimaschutz geachtet werden. Jeder Neubau ist umwelt- und klimaschädlich und mit hohen Emissionen und Energieaufwand von der Herstellung und Errichtung bis zur Entsorgung verbunden. Außerdem sind die Mieten in Altbauwohnungen in der Regel günstiger. Aus Gründen des öffentlichen Interesses sollte deshalb die Sanierung bestehender Bausubstanz einem Neubau – wenn möglich und sinnvoll – vorgezogen werden.“, so Gemeinderat Michael Schmida.


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