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OÖ. Die Sparkasse Oberösterreich erzielte im Jahr 2022 einen Gewinn von 94 Millionen Euro vor Abzug von Steuern und Abgaben. Ein „gesundes Wachstum und solides Ergebnis“, sagt Vorstandsvorsitzende Stefanie Christina Huber.

v.l. Herbert Walzhofer (Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ), Stefanie Christina Huber (Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ), Maximilian Pointner (Vorstandsdirektor Sparkasse OÖ) (Foto: Sparkasse OÖ)

Das Ergebnis lag über den 62,7 Millionen Euro im Jahr 2020, in dem die Corona-Pandemie für einen Gewinneinbruch sorgte. Die Zahlen von 2021 konnten nicht erreicht werden, die außergewöhnlichen 137 Millionen Euro Gewinn erklären sich allerdings aus nicht benötigten Risikovorsorgen für die Folgen der Pandemie. Die Bilanzsumme 2022 belief sich auf 15,4 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 16,4 Milliarden Euro.

„Bewegtes Jahr 2022“

„Das Jahr 2022 war ein durchaus bewegtes: der Krieg in der Ukraine, steigende Energiekosten, Inflation, Klimawandel und die Ausläufer der Pandemie forderten uns alle. Diese Einflüsse hatten auch Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen. Gerade in solch herausfordernden Zeiten ist es wesentlich, unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – und genau das haben wir gemacht“, sagte Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse OÖ.

Anteilsverwaltung Allgemeine Sparkasse baut Anteile weiter aus

Die Spareinlagen der Kunden stiegen im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent, die Kundenkredite stiegen um 6,8 Prozent – hier war vor allem das Firmenkundengeschäft der Wachstumstreiber. Das Zinsergebnis stieg um 6,5 Prozent. Leicht rückläufig war die Kernkapitalquote von 17,5 auf 16,6 Prozent. Dies lässt sich auf eine Kapitalherabsetzung zurückführen, die durch Eigentumsveränderungen entstand. So baute die Anteilsverwaltung Allgemeine Sparkasse (AV) ihren Anteil an der Sparkasse OÖ auf 76,7 Prozent aus, während die Erste Bank ihren Anteil auf 19 Prozent reduzierte. Bis Juni soll die AV mit 85,7 Prozent beteiligt sein, die Erste Bank mit 10 Prozent. Damit soll eine noch stärkere regionale Verwurzelung erfolgen und das soziale Engagement in Oberösterreich weiter ausgebaut werden.

Wohnkredite: Kritik an neuer Verordnung im August 2022

Im zweiten Halbjahr 2022 gingen die Wohnkredite deutlich zurück, was sich laut Vorstandsdirektor Herbert Walzhofer mit neuen Vorschriften zur Vergabe von Wohnbaukrediten und auf die Teuerungen begründen lasse. Er fordert in diesem Bereich Erleichterungen für junge Familien. „Gerade für junge Menschen ist ein Eigenheim eine gute Möglichkeit der Zukunftsvorsorge. Doch durch diese Richtlinien wird sowohl das Schaffen von Eigentum als auch leistbares Wohnen erheblich erschwert. Es sind jetzt klare und umfassende Änderungen notwendig, die dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld Rechnung tragen“, so Walzhofer.

Ausblick: steigendes Interesse an nachhaltigen Finanzlösungen

Abschließend gab Huber einen Ausblick auf die kommenden Jahre, nach den jüngsten Bankturbulenzen in den USA und der Schweiz spiele das Vertrauen in Banken eine äußerst wichtige Rolle. „Deutlich zu sehen ist, dass das Interesse unserer Kunden an nachhaltigen Lösungen weiter steigt. ESG-Faktoren (Environment, Social, Governance) sind immer entscheidender und spielen bei der Veranlagungs- oder Finanzierungswahl eine zunehmend größere Rolle.“, sagt Huber. Die nachhaltige Transformation sei deshalb so wichtig, da sozialer und wirtschaftlicher Fortschritt nur auf Basis eines intakten Klimas und funktionierender Ökosysteme gelingen könne.


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