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Keine Mehrheit für Umweltticket Oberösterreich im Linzer Finanzausschuss

Anna Fessler, 12.09.2023 16:57

LINZ. Mit dem Vorschlag der Grünen für ein noch günstigeres Umweltticket Oberösterreich hat sich heute der Finanzausschuss beschäftigt. Eine Mehrheit dafür gab es nicht, bei der Abstimmung kam es zudem zu Missverständnissen.

Die Grünen fordern ein Umweltticket OÖ, mit dem Linzer um einen Euro pro Tag im ganzen Bundesland unterwegs sein können. Im heutigen Finanzausschuss gab es dafür keine Mehrheit. (Foto: Volker Weihbold)

Die Idee: alle Linzer sollen um 365 Euro im Jahr mit allen Öffis im ganzen Bundesland unterwegs sein können. Die Grünen stellten im März dieses Jahr einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat, der dem Ausschuss für Finanzen zugewiesen wurde.

Unklarheiten bei Abstimmung

In einer Aussendung war die Rede davon, dass neben der SPÖ und der FPÖ auch die Grünen dem Antrag nicht zugestimmt hätten. Der Grüne Gemeinderat Michael Svoboda stellt klar: „Offenbar liegt hier ein Missverständnis vor: Meine Enthaltung hat sich nicht auf unseren Antrag bezogen, sondern auf die von der Finanzreferentin angestrebte Nichtumsetzung. Wir fordern weiterhin ein günstigeres Öffiticket für die Linzer, nehmen aber natürlich auch zur Kenntnis, dass es dafür derzeit keine Mehrheit gibt.“

Klimaticket OÖ würde Stadt und Linz AG 5,2 Millionen Euro jährlich kosten

Vizebürgermeisterin Tina Blöchl (SPÖ) meint, zusätzliche städtische Zahlungen für ein Oberösterreich-Ticket würden zu dauerhaften Verlusten und zu Wertschöpfungseinbußen für Linz führen. Laut Analyse der Linz AG würden durch eine Förderung des Klimatickets für Hauptwohnsitz-Linzer mit 185 Euro pro Person Zusatzkosten in Höhe von mindestens 5,2 Millionen Euro jährlich für die Stadt Linz und die Linz AG entstehen.

„Nicht im Sinne der Stadt, überregionale Fahrten zu subventionieren“

Das Linzer Umweltticket sei im Vergleich mit anderen Landeshauptstädten preisgünstig und zudem übertragbar, so Blöchl, und weiter: „Sollte das Klimaticket Oberösterreich in seiner bestehenden Form zu wenig attraktiv sein, müssen das Land Oberösterreich und der Bund preislich entsprechend nachbessern. Es ist nicht im Sinne der Stadt, überregionale Fahrten in die Landgemeinden zu subventionieren und damit den Wirtschaftsstandort Linz zu schwächen.“


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