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LINZ. Vom Einkauf über das Schreiben der Speisekarte bis hin zum tatsächlichen Kochen und Servieren – bei „Schule macht Wirtshaus“ übernehmen 19 Schüler der Tourismusschulen Bad Leonfelden die täglichen Aufgaben von Wirtsleuten. Schauplatz der bereits fünften Auflage war s’Wirtshaus zu Pichling der Familie Duschanek, das seit Jänner ein oö. KultiWirt ist.

19 junge Talente übernahmen für einen Tag s'Wirtshaus zu Pichling. (Foto: Cityfoto.at/Pelzl)
  1 / 3   19 junge Talente übernahmen für einen Tag s'Wirtshaus zu Pichling. (Foto: Cityfoto.at/Pelzl)

19 junge Talente trugen im Rahmen dieses Projekts die Verantwortung für sämtliche Betriebsabläufe. „Wir alle konnten durch unsere Praktika in verschiedenen Betrieben bereits viel Praxisluft schnuppern, aber für alle Abläufe verantwortlich zu sein ist doch etwas Anderes. In der Schule haben wir uns deswegen in den letzten Monaten intensiv auf den heutigen Tag vorbereitet“, verrieten Felix Hayder und Felix Preschern, die als Heads of Service die Hauptverantwortung für den reibungslosen Ablauf vor den Gästen tragen.

Zumal sich der Service weit über die Gästebetreuung und das Servieren erstreckt. Sie waren im Vorfeld auch für die Zusammenstellung der Getränkebegleitungen, die Erstellung von Einkaufs- und Bedarfslisten sowie die Gestaltung der Menükarte verantwortlich. Zusätzlich zählte die Tischdekoration zu ihren Aufgaben.

Die Aufgabe der Schüler in der Küche war es, ein viergängiges Menü zu kreieren. „Dabei haben wir uns von den Werten der KultiWirte inspirieren lassen und unseren Fokus auf die regionale und traditionelle oberösterreichische Küche gelegt“, erklärten Amelie Schnölzer und Kathrin Pirklbauer, die als Heads of Kitchen für die Tätigkeiten am Herd hauptverantwortlich zeichnen. „Für uns ist es eine große Ehre, unser Können bei einem KultiWirt zu zeigen und in dessen Küche zu kochen. Zudem macht das Projekt Lust, selbst ein eigenes Restaurant zu eröffnen.“

Der Direktor der Tourismusschulen Bad Leonfelden, Herbert Panholzer, zeigte sich mit den gezeigten Leistungen höchst zufrieden: „Die Schülerinnen und Schüler haben deutlich gezeigt, dass unsere Ausbildung genau die erforderlichen Kompetenzen und Fertigkeiten stärkt, die in den Bereichen Gastronomie und Hotellerie benötigt werden.“

Für Reinhard Guttner, Obmann der oö. KultiWirte, ist die gemeinsame Initiative mit der Tourismusschulen für die Schüler Präsentationsplattform wie auch Orientierungshilfe: „Wir wollen den Abgängern der Tourismusschulen bereits vor ihrem Schulabschluss die Chancen in der Branche aufzeigen und sie für eine künftige Gastro-Karriere begeistern.“

Junge Erwachsene für den Tourismus gewinnen

Der Berufsnachwuchs ist für die oö. Gastronomie- und Hotellerie mehr als wichtig. „Mit unterschiedlichen Projekten und Initiativen wie diesen lassen wir nichts unversucht, um junge Erwachsene für die Tourismusbranche zu gewinnen und diese auch zu halten“, so Gerold Royda, oö. Hotellerie-Obmann und Bundesausbildungsexperte.

Fachkräfte, die laut dem Gastronomie-Obmann Thomas Mayr-Stockinger dringend benötigt werden, denn: „Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher gehen wieder gerne ins Wirtshaus, weshalb auch die Stimmung in der heimischen Gastronomie sehr gut ist. Um die Gäste bestmöglich zu bewirten, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte, die mit Leidenschaft bei der Arbeit sind.“

Aktuell bemühen sich in OÖ mehr als 7.000 Gastronomie- und Hotelleriebetriebe mit ihren rund 21.000 Mitarbeitern (Stand: Dez. 2023) um das Wohl ihrer Gäste. Es könnten allerdings noch mehr sein, so Mayr-Stockinger mit Blick auf die aktuelle Arbeitslosenstatistik mit 1.493 offenen Stellen in der Gastronomie


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