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Diskussion um eigene Rad- und Fußgängerbrücke über die Donau flammt wieder auf

Anna Fessler, 04.06.2024 13:02

LINZ. Im November kommt das Provisorium für Radfahrer und Fußgänger auf der Nibelungenbrücke, die damit mehr Platz zur Verfügung haben werden. Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) bringt nun medial wieder eine eigene Rad- und Fußgängerbrücke ins Spiel, sollte das Projekt scheitern.

In Regensburg steht Fußgängern und Radfahrern mit dem "Eisernen Steg" eine eigene Brücke über die Donau zur Verfügung, in Linz scheiterten derartige Projektvorhaben bislang an den Kosten. (Foto: Elly Miller/stock.adobe.com)

Letztlich könne der gordische Knoten der Nibelungenbrücke nur durch eine eigene Rad- und Fußgängerbrücke gelöst werden, so Steinkellner den Oberösterreichischen Nachrichten gegenüber.

Die Idee ist nicht neu, sondern fast 20 Jahre alt: mit dem „Himmelbauer-Steg“, benannt nach dem damaligen Verkehrsstadtrat Jürgen Himmelbauer (Grüne) war eine Rad- und Fußgängerbrücke über die Donau geplant. Im Zuge eines Planungswettbewerbs wurden 66 Projekte eingereicht, der Entwurf von „Woschitz-Horner Arge“ aus Wien und Salzburg, wurde einstimmig von der Jury auf den ersten Platz gewählt. Umgesetzt wurde er dann aber nicht, weil einer Mehrheit im Linzer Gemeinderat die 12 Millionen Euro dafür zu teuer waren. Der Architekturwettbewerb soll die Stadt 230.000 Euro gekostet haben.

Grüne Linz erneuern Forderung nach eigener Rad- und Fußgängerbrücke

Die wieder aufgeflammte Diskussion zeige, wie vorausschauend der Grüne Stadtrat Himmelbauer damals gewesen sei, so die Linzer Grünen in einer Aussendung. Es brauche beides, eine radverkehrstaugliche Nibelungenbrücke und eine eigene Brücke für den Rad- und Fußverkehr, so Klubobmann Helge Langer. „Während in vielen anderen Städten Brücken für Radfahrer und Fußgänger schon längst Realität sind, sind in Linz in den vergangenen Jahren neue Brücken in erster Linie für den Autoverkehr errichtet worden“, so Langer weiter. Die Vorteile würden auf der Hand liegen: konkret meint Langer die Verbindung der bestehenden Radwege zwischen der Wildbergstraße und der Unteren Donaulände sowie die Verbindung der Donaulände auf der Linzer Seite mit dem Urfahraner Jahrmarktgelände.

Mehr lesen: Eigene Brücke über die Donau für Fußgänger und RadlerMehr lesen:


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