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Stadt Linz kündigt 250.000 Euro schweres Rettungspaket für Linzer Theater an

Anna Fessler, 06.06.2024 17:54

LINZ. Der SPÖ-Kultursprecher Stefan Giegler kündigte heute (6.06) ein Paket zur Rettung der Linzer Theater in Höhe von 250.000 Euro an. Nötig sei dies, weil die Förderungen nicht mehr ausreichen würden, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

SPÖ-Kultursprecher Stefan Giegler kündigte ein Rettungspaket für die freien Linzer Theater an, die ohne Unterstützung den laufenden Betrieb nicht aufrecht erhalten können. (Foto: Volker Weihbold)

„Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel“, fasst der Fraktionsvorsitzende und Kultursprecher der Linzer SPÖ Stefan Giegler die Situation für die Theatereinrichtungen zusammen. Viele Kulturschaffende seien an ihn herangetreten und hätten ihre Lage geschildert.

„Natürlich steigen die Personalkosten und auch die Theater sind von den Teuerungen der letzten Jahre betroffen. Die Stadt Linz hat den Einrichtungen beispielsweise mit dem Antiteuerungspaket und unterschiedlichen Förderungen unter die Arme gegriffen. Das war stets nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Förderungen bleiben seit Jahren gleich und reichen nicht mehr aus, um den Betrieb aufrecht zu erhalten“, sagt Giegler.

250.000 Euro zur Rettung der Linzer Theater

Nun wird ein 250.000 Euro schweres „Theaterpaket“ geschnürt, das die Existenzen der Einrichtungen für das Jahr 2024 absichern soll. Die Einmalzahlungen seien jedoch auf lange Sicht keine Lösung, so Giegler weiter. Er will gemeinsam mit Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer an einer langfristigen Sicherung der Theaterfinanzierung arbeiten. Dabei gehe es etwa um die Aufnahme in die Drei-Jahresförderung der Stadt Linz für jene Theater, die noch nicht darin vorgesehen sind. Diese werden im Herbst beschlossen. „Zum anderen ist derzeit der neue Kulturentwicklungsplan in Erarbeitung. Die finanzielle Absicherung der Linzer Theaterszene muss darin einen zentralen Stellenwert bekommen“, so der SPÖ-Kultursprecher abschließend.

KUPF begrüßt Ankündigung und kritisiert mangelnde Mittel für freie Szene insgesamt

Die Kulturplattform Oberösterreich (KUPF OÖ),  die Interessensvertretung der freien Kunst- und Kulturinitiativen, reagiert in einer Aussendung. Man begrüße die Maßnahme ausdrücklich, fordere aber auch eine Unterstützung für alle anderen Kulturvereine. Konkret will die KUPF, dass das Linzer Förderbudget um mindestens 700.000 Euro erhöht wird. Bereits im März habe man darauf hingewiesen, dass mindestens diese Summe im Kulturbudget für die freie Szene fehle.

„Ohne einen deutlichen Sprung nach oben kann es nicht mehr gehen“

„Wir freuen uns über jeden Euro für die Theater, aber das kann nur ein erster Schritt sein. Nächstes Jahr werden die Drei-Jahres-Förderungen neu aufgesetzt. Ohne einen deutlichen Sprung nach oben kann es nicht mehr gehen. Angesichts der hohen Inflation fordern wir auch eine automatische Wertanpassung. Gerade in der letzten Förderperiode hat man gesehen, wie schwer das Fehlen dieser die Kulturbetriebe trifft.“, sagt KUPF OÖ-Geschäftsführer Thomas Diesenreiter. Zusätzlich fordert die KUPF, die Nächtigungsabgabe um einen Euro zu erhöhen und das Geld den Linzer Kultur- und Sportvereinen zukommen zu lassen.


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