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Beschluss am Montag: Auftrag für Klimasimulation im Linzer Grüngürtel soll 36.480 Euro kosten

Marlis Schlatte, 16.08.2024 12:25

LINZ. Ende Juli kündigte die Stadt Linz an, die Erstellung einer Klimasimulation für den Grüngürtel in Auftrag zu geben. Dabei sollen die Auswirkungen unterschiedlicher Bauweisen und Ausrichtungen von Gebäuden auf das Stadtklima ermittelt werden. Kommenden Montag, 19. August, soll die Beauftragung der Firma „Greenpass“ im Linzer Stadtsenat beschlossen werden.

Auf der Fläche hinter dem Science Park der JKU soll die neue Digitaluni IT:U gebaut werden, nun wird dafür eine Klimasimulation in Auftrag gegeben. (Foto: Bürgerinitiative "Retten wir den Grüngürtel")

Bei der Klimasimulation soll ein besonderes Augenmerk auf der örtlichen Kaltluftschneise liegen und wie diese durch den Bau der Digitaluni IT:U im Grüngürtel beeinflusst werden könnte. Für die Durchführung der Simulation wurde nach eingehender Prüfung des Angebots nun die Firma „Greenpass“ von den Fachabteilungen im Magistrat empfohlen. „Die Entscheidung für Greenpass fiel aufgrund ihrer fachlichen Qualifikationen in den Bereichen Meteorologie, Mikro- und Stadtklima sowie ihrer Expertise mit numerischen Stadtklimasimulationen. Die Firma Greenpass war die einzige, welche die geforderten technologischen Anforderungen erfüllte“, so Planungsstadtrat Dietmar Prammer (SP).

Mehr lesen: Digital-Uni - Stadt will Auswirkungen der Baupläne auf Kaltluftschneise untersuchen

Bedenken der Bürger ernst nehmen

Der Auftrag kostet der Stadt Linz 36.480 Euro. Der Linzer Stadtrat soll kommenden Montag, 19. August, über die Vergabe abstimmen.

Mit der Erstellung einer Klimasimulation wolle man auf die Befürchtungen in Teilen der Linzer Bevölkerung eingehen und die Auswirkungen verschiedener Bauweisen und Ausrichtungen von Baukörpern im geplanten Areal der Digitaluni untersuchen. „Dadurch erhalten wir eine fundierte Grundlage in unserem umfassenden Masterplan für den Stadtteil, um vorausschauend planen zu können und wirksame Maßnahmen zu setzen die die Lebensqualität im Stadtteil hochhalten“, so Prammer. Gearbeitet werden soll in enger Abstimmung mit dem Geschäftsbereich Planung, Technik und Umwelt.

Bürgerinitiative pocht auf Prüfung alternativer Standorte

Währenddessen fordert die Bürgerinitiative „Retten wir den Grüngürtel“ erneut, alternative Standorte für die IT:U zu prüfen. Die Postcity am Hauptbahnhof, das Nestlé-Gelände gegenüber des Design Centers oder das Schlachthof-Areal hinter der Tabakfabrik würden sich genauso als Standort für die neue Uni eignen und kein Grünland zerstören, so die Initiative.

Weiters erheben sie Vorwürfe gegen die derzeit im Neuen Rathaus öffentlich aufliegenden Pläne für den Bau der IT:U. Die Darstellung beinhalte Unwahrheiten und Fehler, unter anderem zur Lage des Neubaus. „Die Pläne zeigen die Insellage der Bauwerke auf der Anhöhe oberhalb von Auhof. Die einzige Zufahrt ist über eine kleine Straße von Norden her möglich. Wie soll da eine Zusammenarbeit, eine Mitbenutzung der Mensa und Bibliothek möglich sein? Außerdem wurden die Anrainer:innen der Altenberger-Straße insofern in die Irre geführt, als man ihnen vorgaukelte, der Autobahnanschluss würde zu ihrer Entlastung errichtet. Denn mit dem Bau der I:TU und den angekündigten Betriebsansiedlungen, für die SPÖ und ÖVP weitere Umwidmungen planen, werden die Bewohner:innen des Stadtviertels noch mehr Verkehr als derzeit tragen müssen“, heißt es in einer Aussendung der Bürgerinitiative.

Die nun verkündete Erstellung einer Klimasimulation sieht die Bürgerinitiative als Versuch des „Greenwashings“. Die Pläne seien nicht mit der Klimaanalyse und dem örtlichen Entwicklungskonzept vereinbar.


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