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LINZ. (Update) Am Freitagabend wird die Donautalbrücke feierlich eröffnet, die Verkehrsfreigabe erfolgt aber erst im Spätherbst. Das Spektakel wird auch von Protesten begleitet.

Die neue Donautalbrücke wird am Freitagabend mit einer Licht- und Klangshow eröffnet, die Verkehrsfreigabe erfolgt aber erst im Spätherbst. (Foto: Volker Weihbold)

Der erste Bauabschnitt für die A 26 Linzer Autobahn ist abgeschlossen. Am Freitagabend, 25. Oktober, feiert die Asfinag mit Vertretern des Landes Oberösterreich und der Stadt Linz sowie rund 2.500 Bürgern die Fertigstellung der neuen Donautalbrücke. Das Bauwerk wird mit einer Licht- und Klangshow in Szene gesetzt, auf Schiffen können geladene Gäste und Bürger, die an einer Verlosung teilgenommen haben, dabei sein.

Verkehrsfreigabe im Spätherbst/Anfang Dezember

Für Pendler ist vor allem die Frage relevant, wann die Brücke befahren werden kann. Für die Verkehrsfreigabe nennt die Asfinag noch kein fixes Datum, „im Spätherbst“ heißt es von offizieller Seite, es könnte auch bis Anfang Dezember dauern (Update am Ende des Artikels). Denn bevor das erste Privatfahrzeug die Brücke queren darf, sind noch einige sicherheitstechnische Tests durchzuführen. Ursprünglich war geplant, den „autofreien“ Hauptplatz in Linz mit dieser Verkehrsfreigabe zu verknüpfen, nun erfolgt der Schritt ab heute Mitternacht. Ebenfalls war angekündigt, dass die zusätzlichen Radspuren (Provisorium) auf der Nibelungenbrücke gleichzeitig damit umgesetzt werden sollen, dieses Projekt wurde bekanntlich auf den Frühling verschoben.

Initiative protestiert gegen Weiterbau der A26

Dennoch hängt abgesehen von den 12.900 Tonnen Eigengewicht einiges an der neuen Brücke: Die Stadt Linz erhofft sich davon eine deutliche Verkehrsentlastung, die ihre volle Wirkung in Kombination mit dem Tunnel Freinberg und der Brücke über die Gleise der Westbahn entfalten soll. Doch genau hier setzt die Kritik der Initiative Verkehrswende jetzt! an, die von der „Entlastungslüge“ spricht. Die A26 entlaste die Menschen nicht, vielmehr bringe sie zusätzlichen Autoverkehr. Für die Eröffnung der Donautalbrücke hat die Initiative eine Kundgebung angekündigt, sie setzt sich dafür ein, das Projekt jetzt zu stoppen. Die Initiative glaubt an eine Verkehrsberuhigung für die Nibelungenbrücke und Urfahr West durch die Brücke, will aber den Weiterbau der A26 verhindern.

Kritikpunkt sind auch die Kosten für den Westring: diese sind bekanntlich explodiert, weshalb auch die Linzer Grünen einen Ausstieg seitens der Stadt Linz aus dem Vertrag forderten. An der fertig gebauten Brücke gibt es jedenfalls nichts mehr zu rütteln. Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP), Mobilitätslandesrat Günther Steinkellner (FP), Interims-Bürgermeister Dietmar Prammer (SP), Vizebürgermeister Martin Hajart (VP) und die beiden Vorstandsdirektoren der Asfinag, Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser, werden sie in wenigen Stunden eröffnen.

Daten und Fakten zur Hängebrücke

Die Hängebrücke besteht aus einem sogenannten Tragwerk für beide Richtungsfahrbahnen – ist also „aus einem Guss“. Die zwei horizontalen Hauptseile über die Donau, die das Brückengewicht von 13.000 Tonnen tragen, sind 500 Meter lang und wiegen jeweils 85 Tonnen. Jedes Hauptseil besteht wiederum aus einem Bündel von zwölf einzelnen Seilen. Die kleineren Hängeseile, die die Tragseile mit der Fahrbahn verbinden, haben zueinander einen Abstand von 15 Metern.

Update Termin

Die Verkehrsfreigabe erfolgt am 16. November.


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