Freiwillige Konzernbilanz: Unternehmensgruppe Stadt Linz investierte 345 Millionen Euro
LINZ. Die Unternehmensgruppe Stadt Linz (UGL) veröffentlicht jährlich eine freiwillige Konzernbilanz. Einige wichtige Einrichtungen sind der UGL unterstellt, unter anderem die Linz AG, die LIVA oder die städtischen Seniorenzentren. 2025 wurden insgesamt rund 345 Millionen Euro investiert.

Die UGL vereint den Magistrat mit Gesellschaften wie der Linz AG, der GWG, den städtischen Seniorenzentren, der Linzer Veranstaltungsgesellschaft LIVA oder auch der Tabakfabrik. Damit sorgt sie für Aufträge für die Wirtschaft. Mehr als 9.500 Mitarbeiter zählt die UGL, die angebotene Dienstleistungen für die Linzer Bevölkerung ermöglichen. Dazu zählen unter anderem: eine zuverlässige Stromversorgung, der Betrieb des öffentlichen Verkehrs, kulturelle Angebote, Betreuung von Kindern und Senioren, Brandbekämpfung der Feuerwehr, leistbarer Wohnraum und die Stadtreinigung.
Jeweils zum Stichtag 31. Dezember erstellt die Stadt Linz seit 2007 einen Konzernabschluss für ihre Unternehmensgruppe - dieser ist freiwillig und soll für die nötige Transparenz sorgen. Abgebildet werden das Vermögen, das Eigen- und Fremdkapital sowie die daraus ableitbaren betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.
2,08 Milliarden Euro Eigenkapital
Die Bilanzsumme für 2023 beträgt 6,4 Milliarden Euro, das Eigenkapital 2,08 Milliarden Euro. Dieses stieg leicht um 7,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Eigenmittelquote der UGL beträgt 39,5 Prozent und ist damit ebenfalls etwas höher als 2022 (38,8 Prozent). Das Sachanlagevermögen beruft sich auf 5,4 Milliarden Euro, das Finanzanlagevermögen auf 282,8 Millionen Euro.
Die fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt 16,1 Jahre, 2022 betrug sie 17,9 Jahre. Diese Kennzahl verdeutlicht, dass die Nettoschulden, also die Schulden abzüglich der liquiden Mittel, bei unveränderter Ertragskraft innerhalb dieses Zeitraums vollständig getilgt werden könnten.
Investitionen
Die Unternehmensgruppe Stadt Linz tätigte 2023 Investitionen von insgesamt 345 Millionen Euro. Der größte Investor war die Linz AG mit 167,8 Millionen Euro - darunter vielen etwa Projekte wie „Neuland/Hafen“, 5G-Ausbau sowie Projekten zur Dekarbonisierung der Wärme- bzw. Energieerzeugung.
Die GWG investierte 61,4 Millionen Euro, darunter 18,6 Millionen Euro in Wohnungsverbesserungs-Maßnahmen und 16,5 Millionen Euro in Neubauprojekte (z.B. Wimhölzl-Hinterland).
„Die unentbehrlichen Dienstleistungen der UGL kommen nicht nur den Linzerinnen und Linzern zugute, sondern auch bis zu 400.000 Menschen im oberösterreichischen Zentralraum. Darüber hinaus ist die UGL eine wichtige Säule im überregionalen Wirtschaftsgefüge und spielt eine entscheidende Rolle in der Energiepreissituation in und um Linz. Mit der UGL sind lebenswichtige Ver- und Entsorgungsleistungen für die Bevölkerung in besten Händen“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer (SP) bei der heutigen Präsentation der Konzernbilanz.
„Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Linz ist in seiner Qualität und Transparenz einzigartig und zeigt, dass Linz finanziell gut dasteht. Mit über 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Investitionen in Höhe von 345 Millionen Euro sorgte die UGL auch im Jahr 2023 für den Erhalt des starken Wirtschaftsstandortes und trug zu einer nachhaltig hohen Lebensqualität in der Stadt bei. Der Magistrat Linz investierte in den Nahverkehr, den Grünraum, in die Seniorenzentren, Schulen sowie in das Kultur- und Freizeitangebot und leistet dadurch seinen Beitrag, dass Linz seinem Anspruch an eine soziale, wirtschaftlich starke und urbane Stadt gerecht werden kann“, ergänzt Finanzreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl (SP).


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