ÖVP Linz fordert mehr Augenmerk auf Wohnmodelle für Alleinerziehende
LINZ. Die ÖVP Linz fordert spezielle Wohnformen für Alleinerziehende. „Wohnbau muss die Realität moderner Familien abbilden“, so Gemeinderätin Theresa Ganhör.

In Österreich ist rund jede fünfte Familie mit Kindern eine Ein-Eltern-Familie – etwa 300.000 alleinerziehende Eltern gibt es in Österreich (Statistik Austria 2024). „Diese Entwicklung stellt auch Städte wie Linz vor neue wohnpolitische und soziale Herausforderungen. Eine moderne Stadtpolitik muss auf diese Veränderungen reagieren und entsprechende Wohnangebote schaffen“, fordert daher ÖVP-Gemeinderätin Theresa Ganhör.
Sie betont dabei die Wohnkosten, die gerade Alleinerziehende unter finanziellen Druck bringen können. „Gerade deshalb braucht es Wohnmodelle, die leistbaren Wohnraum sichern, gegenseitige Unterstützung ermöglichen und soziale Isolation verhindern.“
Vorbild JUNO-Projekt in Wien
Ein mögliches Vorbild sieht die Linzer ÖVP in Wohnprojekten für Alleinerziehende, wie die JUNO-Wohnprojekte in Wien. Diese kombinieren leistbare Wohnungen mit Gemeinschaftsräumen, sozialer Vernetzung und einer familienfreundlichen Infrastruktur.
Ein Vorteil eines solchen Modells sei mögliche gegenseitige Unterstützung im Alltag etwa bei der Kinderbetreuung. „Gerade für Kinder von Alleinerziehenden ist ein stabiles Umfeld besonders wichtig. Gemeinschaftliche Wohnformen können hier einen wertvollen Beitrag leisten“, ist Ganhör überzeugt.
Gemeinschaftliche Wohnprojekte für Alleinerziehende seien auch aktive Armutsprävention, „eine wichtige Unterstützung für Familien und gleichzeitig ein moderner Ansatz in der Stadtentwicklung.“
Pilotprojekte ermöglichen
Die konkrete Forderung der ÖVP Linz: Bei zukünftigen Wohnbauprojekten in Linz gezielt auch spezielle Wohnformen für Alleinerziehende zu prüfen und entsprechende Pilotprojekte zu ermöglichen.


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