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Sichere Stromversorgung für den Zentralraum Oberösterreich

Norbert Mottas, 02.04.2026 15:04

LINZ-LAND. Das Partnerprojekt Sichere Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich von Austrian Power Grid AG (APG), Netz Oberösterreich GmbH (Netz OÖ) und LINZ NETZ GmbH (Linz Netz) sichert laut Economica-Studie rund 4.400 Jahresarbeitsplätze und löst 422 Millionen Euro Bruttowertschöpfung in Österreich aus. 

Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein, Mitglied des Vorstands und Geschäftsführer Economica Institut für Wirtschaftsforschung, Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner, und DI Mag. (FH) Gerhard Christiner, Vorstandssprecher APG. (Foto: Foto: APG/Fotokerschi)

APG, Netz OÖ und Linz Netz investieren gemeinsam rund 800 Millionen Euro in das seit 2024 laufende Partnerprojekt „Zentralraum Oberösterreich“. Kern des Vorhabens ist ein neuer 220-kV-Versorgungsring samt Aus- und Umbau von neun Umspannwerken. Diese sind entscheidend, um Strom aus überregionalen Netzen effizient in die regionalen Verteilernetze zu übertragen und künftig mehr Energie aus erneuerbaren Quellen direkt nutzbar zu machen.

Netzkapazität

Durch das Projekt steigt die Netzkapazität im Zentralraum von etwa 780 MVA auf rund 3.400 MVA. Damit wird die Einspeisekapazität vervierfacht und die Versorgungssicherheit deutlich erhöht. Gleichzeitig schafft der Ausbau die Grundlage für die Elektrifizierung der Industrie, insbesondere der Stahlproduktion, sowie für die Ansiedlung neuer Branchen wie Rechenzentren und Speichertechnologien. Insgesamt stärkt das Projekt die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich erheblich.

Investitionen

Allein im laufenden Jahr fließen rund 140 Millionen Euro in das Projekt. Darüber hinaus plant die APG bis 2034 Investitionen von etwa neun Milliarden Euro in das österreichische Stromnetz. Laut einer Studie entstehen durch das Projekt volkswirtschaftliche Effekte von rund 422 Millionen Euro Bruttowertschöpfung sowie etwa 4.400 Arbeitsplätze. Ein Großteil der Wertschöpfung verbleibt im Inland, mit besonders starken Effekten in Oberösterreich.

Impuls für die Energiewende

Das Projekt gilt als wichtiger Impuls für die Energiewende, da es die Integration erneuerbarer Energien erleichtert und günstigen Strom verfügbar macht. Zudem unterstützt es die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien und fördert die Digitalisierung. Die Bauarbeiten laufen planmäßig: Erste Abschnitte werden bis Ende 2026 fertiggestellt, die Gesamtinbetriebnahme ist für 2030 vorgesehen. Ein zentrales Element ist das Umspannwerk Hütte Süd, das ebenfalls 2026 in Betrieb gehen soll und die Umstellung der Stahlindustrie auf strombasierte Produktion ermöglicht.


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