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LINZ. Das in Linz gegründete Software-Unternehmen Dynatrace hat einen neuen Meilenstein erreicht: Mehr als zwei Milliarden US-Dollar jährlich wiederkehrender Umsatz zeigen das starke Wachstum des international erfolgreichen Tech-Konzerns.

Der Dynatrace Campus in Linz (Foto: Gregor Hartl)
  1 / 2   Der Dynatrace Campus in Linz (Foto: Gregor Hartl)

Das an der New Yorker Börse notierte Software-Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2026 erstmals die Marke von zwei Milliarden US-Dollar jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) überschritten. Der ARR stieg von zuletzt 1,7 Milliarden auf 2,054 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 18 Prozent. Gleichzeitig erreichte das Unternehmen mit einer bereinigten operativen Marge von 29 Prozent eine hohe Profitabilität.

5.600 Mitarbeiter

Dynatrace zählt weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich KI-basierter Observability. Um diese Position weiter auszubauen, erhöhte das Unternehmen die Zahl seiner Beschäftigten weltweit von 5.200 auf 5.600.

Österreich spielt dabei weiterhin eine wichtige Rolle. Rund 28 Prozent der weltweit Beschäftigten arbeiten an den sechs heimischen Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck.

Neuer Campus in Linz

Besonders bedeutend ist das Engineering Headquarter in Linz, das derzeit zu einem großen Campus erweitert wird. Die Fläche wächst auf rund 23.000 Quadratmeter. Aktuell läuft die Innenraumgestaltung des Campus an der Adresse Am Fünfundzwanziger Turm 20.Künftig sollen dort bis zu 1.500 internationale Software-Entwickler sowie hochqualifizierte Experten arbeiten.

Dynatrace-Gründer und CTO Bernd Greifeneder sieht großes Potenzial in der weiteren Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. „Wir sind auf dem Weg zu autonomen digitalen Ökosystemen, die sich selbst verwalten, Leistung sowie Kosten optimieren und Probleme beheben, bevor sie sich auf die Nutzer auswirken. Für diese Systeme ist KI-gestützte Observability unerlässlich, weil sie ansonsten blind für die reale Welt wären“.

Und weiter: „In Linz entwickeln wir nicht nur unser Produkt, das KI tief in seiner DNA trägt, sondern betreiben an der Johannes Kepler Universität auch Forschung, um Deep-Tech-Lösungen zu entwickeln, die es auf dem Markt noch nicht gibt“, sagt Greifeneder.

Europa gut aufgestellt

Der Dynatrace-CTO sieht Europa im internationalen Wettbewerb mit China und den USA durchaus gut aufgestellt. „Bei Dynatrace zeigen wir jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden. Menschen aus der ganzen Welt entscheiden sich bewusst dafür, hier zu arbeiten und zu leben“, so Greifeneder. Knapp 40 Prozent der Beschäftigten in Österreich stammen aus mehr als 70 Nationen.

Gleichzeitig fordert Greifeneder mehr Tempo und Risikobereitschaft in Europa. Die rasante Entwicklung von KI werde außerdem die Anforderungen an IT-Fachkräfte verändern. Neben Programmierkenntnissen würden künftig vor allem Systemdenken, Architekturverständnis und der Blick auf geschäftskritische Zusammenhänge wichtiger werden.


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