Linz fordert langfristige Finanzierung der JKU-Medizinfakultät
LINZ. Die Finanzierung der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität soll langfristig gesichert werden. Dafür hat sich der Gemeinderat am Donnerstag, 5. November, einstimmig ausgesprochen. Die Resolution dazu kam von der FPÖ.

Die Resolution richtet sich an die Bundesregierung. Sie soll rechtzeitig eine ausreichende und rechtlich verbindliche Finanzierung für die Zeit nach 2028 sicherstellen. Die bestehende Vereinbarung zwischen Bund und Land läuft Ende 2028 aus. Für die weitere Entwicklung der Fakultät werden laut FPÖ ab 2029 zusätzliche 50 Millionen Euro benötigt.
Verweis auf Ärztemangel
FPÖ-Gesundheitsstadtrat Michael Raml begründet die Forderung mit dem Ärztemangel. In Linz fehlten bereits zahlreiche Kassenärzte, zudem müssten Patienten oft Wochen oder Monate auf einen Facharzttermin warten.
Derzeit studieren laut FPÖ rund 1.300 angehende Mediziner in Linz. Jährlich schließen mehr als 300 Absolventen ihr Studium ab. Ein großer Teil von ihnen beginnt anschließend die ärztliche Ausbildung in Oberösterreich.
Planungssicherheit für Fakultät
Die Bundesregierung bekenne sich grundsätzlich zum Fortbestand der Fakultät, eine langfristige finanzielle Absicherung stehe aber noch aus. Raml zufolge wird Planungssicherheit benötigt, um Lehrstühle zu besetzen, Forschung zu betreiben und die jährlich 330 Studienplätze dauerhaft abzusichern.








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