Gemeinderat schafft Voraussetzungen für IT:U am früheren Kika-Areal
LINZ. Die mögliche Ansiedlung der Digitaluniversität IT:U auf dem ehemaligen Kika-Gelände in Linz-Urfahr rückt näher. Der Gemeinderat hat dafür planerische Voraussetzungen geschaffen.

Das frühere Möbelhaus an der Freistädter Straße steht seit rund eineinhalb Jahren leer. Im Sommer wurde die bereits versiegelte Fläche als möglicher Universitätsstandort ins Gespräch gebracht. Laut den Grünen Linz hat der Gemeinderat nun unter anderem eine Änderung des Flächenwidmungsplans beschlossen.
Grüner Planungssprecher spricht von „Win-Win-Situation“
Der Planungssprecher der Grünen Linz, Gemeinderat Tomislav Pilipović, begrüßt den Schritt: „Die Digitaluni hat sich eine Heimat in zentraler Lage verdient. Daher ist es eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, die IT:U auf dem Areal in der Freistädter Straße anzusiedeln. Hier kann eine moderne Bildungs- und Forschungsstätte entstehen, die durch Innovation dazu beitragen kann, dass wir die kommenden gesellschaftlichen Herausforderungen gut bewältigen können.“
Aus seiner Sicht spricht auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr für den Standort. Zudem erwartet er, dass mehr studentisches Leben in der Stadt auch Geschäften und Gastronomiebetrieben zugutekommen könnte. Dabei verweist er auf Beispiele aus anderen Städten.
Wohnmöglichkeiten als Teil der Campusplanung
Die Linzer Digitaluniversität Interdisciplinary Transformation University Austria (IT:U) beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit der digitalen Transformation und ihren gesellschaftlichen Auswirkungen. Derzeit nutzt die Universität mehrere Standorte, langfristig soll ein neuer gemeinsamer Campus entstehen.
Neben den Gebäuden für Lehre und Forschung müsse auch die weitere Infrastruktur berücksichtigt werden, sagt Pilipović. Insbesondere fordert er Wohnmöglichkeiten in Campusnähe. Dadurch könnten Studierende die Anbindung des Standorts nutzen und kurze Wege zurücklegen.
Frühere Pläne im Grüngürtel gestoppt
Im Herbst 2024 wurden Pläne gestoppt, die Universität gemeinsam mit großflächigen Betriebsansiedlungen im Grüngürtel bei der Kepler-Universität zu errichten. Dagegen hatte sich unter anderem eine Bürgerinitiative eingesetzt.
Danach wurde ein Standort auf einer Grünfläche beim Biologiezentrum ins Auge gefasst. Dieser scheint laut den Grünen nicht mehr Favorit zu sein. Pilipović fordert, Grünflächen vor weiterer Bebauung zu schützen und die nächsten Schritte für den möglichen Standort auf dem ehemaligen Kika-Areal zügig umzusetzen.
Weitere Schritte hängen von Standortprüfung ab
Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) hatte den Standort bereits im August grundsätzlich begrüßt, insbesondere wegen der Nutzung einer versiegelten Fläche. Sollten die Bundesimmobiliengesellschaft und das Wissenschaftsministerium das Areal als geeignet beurteilen, sagte er Unterstützung durch die Stadt zu.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden